Delmenhorster Liste besucht ADG Die Zukunft der Abfallentsorgung

Mit einem Rückkonsumzentrum an der Steller Straße will Delmenhorst höchste Standards der Abfallentsorgung erfüllen. Für die Delmenhorster Liste ist dies auch ein Schritt in Richtung Klimamusterstadt.
13.07.2021, 14:17
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Die Zukunft der Abfallentsorgung
Von Björn Struß

Die Zeiten, in denen es beim Müll nur um die Frage der Entsorgung ging, sind schon lange vorbei. Im Abfall stecken viele Wertstoffe, der Recycling-Gedanke ist nicht mehr erklärungsbedürftig. Bei einem Besuch der Delmenhorster Liste (DL) bei der Abfallwirtschaft Delmenhorst (ADG) ging es deshalb um den Blick in die Zukunft. Die Gruppe um Oberbürgermeisterkandidatin Bettina Oestermann sprach mit Hans-Ulrich Salmen, der als Geschäftsführer der Stadtwerkegruppe auch die ADG verantwortet, über den Bau des sogenannten Rückkonsumzentrums (RKZ). An der Steller Straße will Delmenhorst damit höchste Standards der Abfallentsorgung erfüllen.

Einen genauen Blick auf die Planungen des neuen RKZ hat DL-Ratsfrau Margret Hantke, sie sitzt im Aufsichtsrat der städtischen ADG. „Durch diese Anlage, die bundesweit als zweite Anlage überhaupt zertifiziert sein wird, gehen wir auch bei der Entsorgung einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Klimamusterstadt. Daher unterstützen wir als Delmenhorster Liste diesen Schritt“, teilt Hantke in einer Pressemitteilung der DL mit.

Fraktionsvorsitzende Oestermann verspricht sich von dem Neubau für die Nutzer eine deutlich angenehmere Entsorgung der Reststoffe. "Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ADG können in Zukunft besser die Container tauschen, ohne dass die komplette Anlage für diesen Zeitraum gesperrt werden muss, wie es heute der Fall ist“, betont die OB-Kandidatin. Sie freue sich auf die Fertigstellung, die für das erste Quartal des Jahres 2023 geplant sei.

Die Umsetzung des Neubaus gestaltet sich damit aufwendiger, als zunächst gedacht. Nachdem der Stadtrat im Mai 2020 grünes Licht gegeben hatte, strebte die ADG eine Inbetriebnahme für das Jahr 2022 an. Für das RKZ kalkuliert die Stadtverwaltung mit Baukosten in Höhe von 3,5 Millionen Euro. Diese Schätzung beruht allerdings auf veralteten Preisen des Jahres 2017. In der Bauwirtschaft sind zuletzt die Rohstoffpreise drastisch gestiegen, die Endabrechnung könnte deshalb deutlich teurer ausfallen.

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