Spendenaktion Jeder Euro zählt

Die Schüler des Willms-Gymnasium sammeln Geldspenden für die Ukraine-Hilfe des Deutschen Roten Kreuz. Von der Schülervertretung initiert, verkauften die Schüler in der Pause Hot-Dogs und feritgen Buttons an.
20.05.2022, 17:51
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Emil Stock

Bald knackt die Aktion "Viele schaffen mehr" von Volksbank und Stadtwerken die 30.000-Euro-Marke. Bisher wurden Spenden von 104 verschiedenen Personen, Firmen oder Institutionen eingezahlt. Jede Spende in Höhe von bis zu 100 Euro wird, bis zu einer Gesamtsumme von 10.000 Euro, von den beiden Unternehmen verdoppelt. Den Großteil der Spender, etwa 90 Prozent, machen Privatpersonen aus. Der Löwenanteil der Spendensumme ergibt sich aus Einzahlungen von Unternehmen oder auch anderen Institutionen wie den Berufsbildenden Schulen.

"Futtern für den Frieden"

Einen Teil dazu trägt auch eine Verkaufsaktion von Schülern des Gymnasiums an der Willmsstraße bei. Die Initiatoren des Projektes waren die Schüler mit ihrer Schülervertretung selbst. Zusammen mit ihren Betreuern entwarfen sie Anstecker. Auf denen ist eine Luftaufnahme der Schüler der Außenstelle zu sehen. Gemeinsam stehen sie auf dem Rasen im Stadion und bilden das Friedenssymbol ab. Den großen Gewinn wollen die Schüler allerdings mit dem Verkauf von Hotdogs erwirtschaften. Diese boten sie an zwei Tagen in den großen Pausen an. Weitere Verkaufstage seien geplant, zum Beispiel in der Projektwoche. Das Gymnasium besuchen insgesamt sechs Schüler aus der Ukraine.

Das Geld aus der Aktion "Viele schaffen mehr" wird dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) Delmenhorst zur Verfügung gestellt. Dessen Kreisgeschäftsführer Michael Pleus versichert, dass das gesamte Geld in Delmenhorst bleiben werde. Es würde dafür verwendet werden, Netzwerke für die geflüchteten Ukrainer aufzubauen, Sprachkurse anzubieten und auch medizinisch Hilfe leisten zu können. Dabei versuche man, das Geld möglichst nachhaltig für große Personengruppe zu investieren. Aber auch Einzelschicksalen würde geholfen werden. Die geflüchteten Ukrainer in Delmenhorst hätten vorwiegend latente Traumata erlitten und weniger direkte Kriegsverletzungen. Deshalb seien Auffanggespräche außerordentlich wichtig, betont Pleus. Das DRK richtete mit dem Geld auch eine Sprechstunde mit einem Hausarzt ein, der neben ärztlicher Versorgung auch Erkrankte weiter vermittele, damit ihnen schnellstmöglich geholfen werden könne.

Gesamtsituation betrachten

Bei all den Aktionen und der Hilfe müsse man darauf achten, dass kein Sozialneid entstehe. Pleus lobt den Eifer der Bevölkerung, verweist aber auch darauf, dass sich langfristig und nachhaltig mit den geflüchteten Menschen auseinandergesetzt und ihnen geholfen werden müsse. Das DRK hat die Möglichkeit, gezielt und mit "gewissen Privilegien" helfen zu können. Es sei gut, dass es so viel Unterstützung bekomme: "Jeder Euro zählt", sagt Pleus.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+