Klimaschutzmanager: Hohe Energiesparpotenziale bei Unternehmen / Förderung für Beratung und Investitionen

Der Umwelt zuliebe bessere Rendite machen

Nach den Privathaushalten nimmt Klimaschutzmanager Lars Gremlowski jetzt verstärkt Unternehmen ins Visier. Die können nach seiner Einschätzung nicht nur ihrerseits dazu beitragen, den Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid zu verringern und damit der prognostizierten Erderwärmung entgegenzusteuern. Sondern sie können davon auch gleich doppelt profitieren, durch Kosteneinsparungen und durch Fördermittel. Manche Investition lohne sich so schon im ersten Jahr.
24.07.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Ute Winsemann

Nach den Privathaushalten nimmt Klimaschutzmanager Lars Gremlowski jetzt verstärkt Unternehmen ins Visier. Die können nach seiner Einschätzung nicht nur ihrerseits dazu beitragen, den Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid zu verringern und damit der prognostizierten Erderwärmung entgegenzusteuern. Sondern sie können davon auch gleich doppelt profitieren, durch Kosteneinsparungen und durch Fördermittel. Manche Investition lohne sich so schon im ersten Jahr.

Ganderkesee. "Für Unternehmen wird es immer wichtiger, den Energieverbrauch zu senken, um wettbewerbsfähig zu bleiben." Da sind sich der Ganderkeseer Klimaschutzmanager Lars Gremlowski und Christa Linnemann als Wirtschaftsförderin der Gemeinde einig. Dabei geht es nicht etwa nur ums grüne Image, das den einen oder anderen Kunden überzeugen könnten. Vielmehr werde die Energie in Zeiten steigender Preise zu einem immer bedeutsameren Kostenfaktor. Sparen komme also sowohl der Umwelt als auch der Unternehmensbilanz zugute. Hatte die Modernisierungskampagne "Taten statt Warten" mit Vortragsabenden und reichlich nachgefragten vergünstigten Gebäude-Untersuchungen noch Privathäusern gegolten, nimmt Gremlowski daher jetzt verstärkt Betriebe in den Blick.

"Viele Unternehmer sind sich gar nicht bewusst, wo sie überall Energie einsparen können", hat der Klima-Mann festgestellt. Schließlich geht es bei ihnen meist um mehr als nur um Isolierfenster oder einen Brennwertkessel, beispielsweise können auch Maschinen oder betriebliche Abläufe eine wichtige Rolle spielen. In einem ersten Schritt müssten daher energetische Schwachstellen eines Unternehmens aufgedeckt werden, erläutert Gremlowski. Für eine solche Einstiegsberatung könnten die Unternehmen bis zu 80 Prozent des Honorars von der Förderbank KfW wiederbekommen. Immer noch bis zu 60 Prozent Erstattung gebe es für eine darauf aufbauende Detailberatung. Zu ihr gehören auf das Unternehmen abgestimmte Verbesserungsvorschläge samt deren betriebswirtschaftlicher Bewertung. Zugelassene Experten finden sich im Internet unter www.kfw-beraterboerse.de. "Wichtig ist, dass der Vertrag mit dem Berater erst geschlossen wird, wenn die Förderzusage der KfW vorliegt", betont Gremlowski.

Über diese Zuschüsse hinaus können Unternehmen bei der KfW aber auch günstige Darlehen erhalten, wenn sie etwa in den Bereichen Gebäudehülle, Anlagentechnik oder auch Prozesswärme oder -kälte investieren wollen. Fördermöglichkeiten gibt es außerdem auch beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Durch solche Finanzhilfen könne sich manche Ausgabe schon innerhalb kürzester Zeit rentieren, sagt Gremlowski. Die Einsparungen bei den Energiekosten seien oft schon im ersten Jahr höher als Zins und Tilgung für das aufgenommene Geld, führt er Erfahrungswerte des Energieberaters Stephan Gödecke an.

Malte Smolna, Geschäftsführer des in Ganderkesee ansässigen Unternehmens Cetex-Rheinfaser findet ebenfalls, dass sich das Energiesparen lohnt. Nach einer Beratung lässt das Unternehmen die energetische Qualität und die Anlagentechnik seines Bürogebäudes verbessern. Ein zusätzlicher Neubau soll 20 Prozent weniger Energie verbrauchen, als es die aktuelle Energieeinsparung zulässt. "Damit erzielen wir erhebliche Einsparungen bei den Energiekosten und haben zudem noch einen zinsgünstigen Kredit für dieses Vorhaben erhalten", freut sich Smolna.

Informationen zu den Förderprogrammen und zum Antragsverfahren erhalten Unternehmen im Rathaus. Lars Gremlowski ist unter Telefon 04222/ 44405 oder per E-Mail an l.gremlowski@ganderkesee.de zu erreichen, Christa Linnemann unter 04222/ 44201 oder c.linnemann@ganderkesee.de.

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