Wolf E. Schultz zeigt in der Klosterremise über 30 Arbeiten aus vier Jahrzehnten als eine Art Werkschau

Die große Freiheit des Bildhauers

Hude. Wolf E. Schultz ist zurück.Obwohl die Remise ein recht kleiner Ausstellungsort ist, wurde es eine Werkschau des Bildhauers mit über 30 Werken aus Holz, Stein und Bronze, mit Exponaten aus den 1970er-Jahren, also seiner künstlerischen Anfangszeit, und von heute, Werke, die erstmalig öffentlich präsentiert werden. Schultz führte selbst in sein Werk ein und führte schließlich auch selbst durch die Remise.
09.05.2016, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Andreas D. Becker
Die große Freiheit des Bildhauers

Wolf E. Schultz arbeitet ein bisschen wie ein Jazzmusiker, er improvisiert, lässt sich voll auf den Moment und auf das Material ein. Seine Werke sind vor allem Holz, Stein oder Bronze gewordenes Gefühl, erklärte er den Besuchern der Vernissage.

Ingo Moellers

Wolf E. Schultz ist zurück. So richtig weg war er ja nie, aber nun ist der Bildhauer in Hude mal wieder mit einer Einzelausstellung zu sehen. Am Sonnabend wurde die Schau „Freiheit“ eröffnet, „zahlreiche Besucher“ wollten laut Peter Paul Plambeck, Schultz’ Repräsentant, die Vernissage sehen.

Obwohl die Remise ein recht kleiner Ausstellungsort ist, wurde es eine Werkschau des Bildhauers mit über 30 Werken aus Holz, Stein und Bronze, mit Exponaten aus den 1970er-Jahren, also seiner künstlerischen Anfangszeit, und von heute, Werke, die erstmalig öffentlich präsentiert werden. Schultz führte selbst in sein Werk ein und führte schließlich auch selbst durch die Remise. Dabei betonte er immer wieder, dass jede Interpretation seiner Arbeiten richtig sei, weil es um Gefühle ginge. Diese könnten nicht falsch oder richtig sein. „Das Gefühl ist viel schneller als das Denken und damit authentischer“ erklärt Schultz, der seine Werke als Tagebuchseiten versteht. Namen wie „Frustwandler“, „Eine Frage der Übung“ oder „Tanz auf dem Vulkan“ geben Einblicke in dieses spezielle Tagebuch des 76-jährigen Künstlers.

Der Ausstellungstitel „Freiheit“ beschreibt übrigens auch recht treffend den Schaffensprozess von Schultz, weil er fast wie ein Jazzmusiker vorgeht, der improvisiert, sich auf den Moment und das Material einlässt.

Die Arbeiten sind in der Remise nach der Vernissage bis zur nächsten Themenausstellung immer sonnabends von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 10 bis 18 Uhr beziehungsweise nach Absprache unter der Nummer 0 44 08 / 77 77 zu sehen.

AB

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