Briefwahl ausgezählt Klares Votum für Susanne Mittag

Die Wahlkreiskonferenz zur Nominierung der Kandidatin für dem Wahlkreis 28, Delmenhorst, Oldenburg-Land und die Wesermarsch wurde Freitag mit der Auszählung der Briefwahlergebnisse beendet.
26.03.2021, 17:10
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Klares Votum für Susanne Mittag
Von Gerwin Möller

„Ja, ich nehme die Wahl an“, sagte eine strahlende Susanne Mittag. Die 62-jährige Politikerin war Freitagabend zur Wahlkreiskonferenz der SPD aus Berlin online zugeschaltet und zeigte sich vom Abstimmungsergebnis „absolut begeistert“. Von 60 abgegebenen Stimmen waren 55 auf Mittag entfallen. Bei drei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen konnte sie insgesamt 92 Prozent der Delegiertenstimmen gewinnen.

Bei der Wahlkreiskür handelte es sich um die Fortsetzung einer Veranstaltung, die schon am 12. März ihren Anfang genommen hatte. Aufgrund der Corona-Infektionslage war eine digitale Konferenzform gewählt worden. Dabei mussten aber auch Einschränkungen einkalkuliert werden.

Im Parteibüro an der Arthur-Fitger-Straße hatten die Genossen schon zum 12. März ein Besprechungszimmer „aufgemöbelt“. In diesem „Sendestudio“ hielt sich aber nur das Tagungspräsidium auf, bestehend aus der Landtagsabgeordneten Karin Logemann, Parteigeschäftsführer Moritz Bischoff und Schriftführer Thore Güldner. An den Bildschirmen zu Hause verfolgten vor zwei Wochen und wiederum an diesem Freitag die Delegierten aus den SPD-Unterbezirken Delmenhorst, Oldenburg-Land und Wesermarsch die Online-Wahlkreiskonferenz.

Im ersten Veranstaltungsteil hatte sich die Delmenhorsterin Susanne Mittag als einzige Kandidatin für das Direktmandat im Wahlkreis 28 vorgestellt. Mittag gehört dem Deutschen Bundestag seit 2013 an. Bei insgesamt zwei Urnengängen erreichte sie ihr Mandat jeweils über die Landesliste der niedersächsischen SPD. Mittag ist davon überzeugt, bei den Wahlen am 26. September vor dem CDU-Bewerber zu liegen, sie möchte das Direktmandat unbedingt erobern. „Mit dieser Rückendeckung macht der Wahlkampf richtig Spaß“, sagte Mittag. Die Bundestagswahlen fielen zeitlich eng mit den Kommunalwahlen und den Wahlen zu den Hauptverwaltungsbeamten zusammen. „Corona macht erfinderisch“, meint Mittag, sie freue sich auf neue Ideen, um die Wähler anzusprechen.

Dass die digitale Veranstaltungsform in zwei Halbveranstaltungen unterteilt war, war den Statuten geschuldet: Eine Wahl kann nach dem Parteiregularium entweder während einer Präsenzveranstaltung vorgenommen werden oder es ist eine Briefwahl vonnöten. Nun brauchte die SPD zur Nominierung ihrer Kandidatin also eine Unterbrechung ihrer Online-Sitzung: Den Teilnehmenden der Veranstaltung vom 12. März wurden die Briefwahlunterlagen nach Hause geschickt. Bis zu diesem Freitag war Einsendeschluss zur Rücksendung der ausgefüllten Stimmzettel, am Nachmittag erfolgte die Stimmenauszählung. Und nach der Verkündung des Wahlergebnisses begann Karin Logemann auch noch zu zaubern: Es gelang ihr, den Blumenstrauß für die Kandidatin durch ihren Sendecomputer bis ins Hauptstadtbüro von Susanne Mittag zu werfen.

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