Bürgerversammlung im Hybridmodus Aufklärung nach dem Großbrand

Über ein halbes Jahr nach dem Großbrand wird zur öffentlichen Versammlung eingeladen. Neben Fragen zum Brand und zu Schäden wird auch die Umplanung des Gebiets an der Oldenburger Landstraße beraten.
20.04.2021, 16:07
Lesedauer: 2 Min
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Aufklärung nach dem Großbrand
Von Gerwin Möller

Für Anwohner des sogenannten Plexi-Möller-Geländes an der Oldenburger Landstraße bietet die Stadtverwaltung am Donnerstag, 22. April, ab 17 Uhr eine Bürgerversammlung in Form einer sogenannten Hybridsitzung an. Die Teilnahme ist per Videokonferenz oder direkt in der Markthalle möglich. Aufgrund der Corona-Pandemie musste das Angebot der Stadt bereits mehrfach verschoben werden.

Nach dem Großbrand auf dem Areal der ehemaligen Kunststofffabrik Plexi-Möller Ende vorigen Septembers hatte die Stadtverwaltung Fragen von Anwohnern und aus der Politik bislang lediglich schriftlich beantwortet. Die Bürger suchen noch immer nach Aufklärung, welche Folgen die Einleitung von Umweltgiften in die dort fließende Welse hat. Auch befürchten sie Schadstoffeinträge in ihre Gärten durch den Brand auf der nahen Industriebrache.

Für die unterschiedlichen Themen Baurecht, Umweltschutz, Lärmschutz, Gewerberecht und Brandschutz sind diverse Stellen und Behörden zuständig, es werden Vertreter des Gewerbeaufsichtsamtes, der Polizei, der Feuerwehr sowie des Fachbereichs Planen, Bauen, Umweltschutz, Landwirtschaft und Verkehr der Stadt Delmenhorst teilnehmen. Stadtbaurätin Bianca Urban wird die Bürgerversammlung moderieren. „Bei der Versammlung erörtert die Stadtverwaltung die komplexen Vorgänge rund um den Brand und dessen Folgen und entwickelt zusammen mit den Anwohnern Perspektiven für die Zukunft“, heißt es in einer Veranstaltungsankündigung.

Aktuell ist auf der rund 40.000 Quadratmeter großen Fläche die Stern-Immobiliengesellschaft als Eigentümerin aktiv und vermietet Hallen und Containerflächen an Werkstätten und andere mittelständische Betriebe. Unter der Bezeichnung „Bäketal" soll für das Grundstück der ehemaligen Kunststofffabrik ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Umschlossen von Wohnbebauung, mit einer guten Anbindung an Landes- und Bundesstraßen, insbesondere an die A 28 sowie mit der Stadtrandlage im Übergang zur freien Landschaft ergäben sich ideale Voraussetzungen zur Entwicklung eines Wohngebiets. Es soll ein Wohngebiet ausgewiesen werden, welches von der Oldenburger Landstraße erschlossen wird. Der Bebauungsplan soll verschiedene Wohnformen erlauben, darunter das Einfamilienhaus in Form von Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern sowie Geschosswohnungen. So werde für verschiedene Bedarfe Wohnraum geschaffen. Ebenso sollen private und öffentliche Grünflächen im Nahbereich der Dummbäke sowie ein Kinderspielplatz in der Planung vorgesehen werden. Grundlage für den Bebauungsplan soll ein noch zu erarbeitendes städtebauliches Konzept sein. Ferner sind begleitende Fachgutachten zu den Themen Naturschutz und Entwässerung zu erarbeiten. Die Altlastensituation sei vom Eigentümer zu erkunden. Danach sei ein Sanierungskonzept zu erarbeiten und dessen Durchführung sicherzustellen.

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