68-jährige Frau mit Keim infiziert

EHEC: Erster Fall in Delmenhorst

Delmenhorst·Landkreis Oldenburg. Der Darmkeim EHEC hat Delmenhorst erreicht: Wie die Stadtverwaltung gestern Nachmittag bekannt gab, gibt es die erste Infektion im Stadtgebiet. Erkrankt ist eine 68-jährige Frau - das haben Untersuchungsergebnisse gestern bestätigt. Nach Angaben des Fachdienstes Gesundheit kommt im Stadtgebiet ein weiterer Verdachtsfall hinzu, auch hier handelt es sich um eine Frau.
27.05.2011, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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EHEC: Erster Fall in Delmenhorst
Von Christina Steinacker

Delmenhorst·Landkreis Oldenburg. Der Darmkeim EHEC hat Delmenhorst erreicht: Wie die Stadtverwaltung gestern Nachmittag bekannt gab, gibt es die erste Infektion im Stadtgebiet. Erkrankt ist eine 68-jährige Frau - das haben Untersuchungsergebnisse gestern bestätigt. Nach Angaben des Fachdienstes Gesundheit kommt im Stadtgebiet ein weiterer Verdachtsfall hinzu, auch hier handelt es sich um eine Frau.

Die an EHEC erkrankte Patientin werde im Klinikum Delmenhorst behandelt. Laut Stadtsprecher Timo Frers leidet sie unter schweren Durchfällen, liegt jedoch nicht auf der Intensivstation. "Glücklicherweise ist bisher kein schwerer Verlauf eingetreten, so dass sich die Patientin entsprechend isoliert auf Station befindet", ergänzte Mandy Lange, Sprecherin des Klinikums Delmenhorst, gestern auf Nachfrage. Die Frau werde rund um die Uhr betreut - und bei einer Verschlechterung ihres Zustandes sei man im Klinikum entsprechend vorbereitet: "Wir haben eine Dialysepraxis auf dem Gelände und eine Intensivstation ja sowieso im Haus."

Im Landkreis Oldenburg haben sich unterdessen zwei EHEC-Verdachtsfälle nicht bestätigt, wie Jürgen Ohlhoff, Amtsarzt des Landkreises, auf Nachfrage erklärte. Bei einem weiteren Verdachtsfall stehe das Ergebnis noch aus - es soll laut Ohlhoff aber spätestens heute vorliegen.

Nach gestrigem Stand sind dem Niedersächsischen Gesundheitsministerium insgesamt 159 Fälle und Verdachtsfälle von blutiger Durchfallerkrankung aus verschiedenen Kreisen und kreisfreien Städten in Niedersachsen bekannt, die mit enterohämorrhagischen Escherichia coli (EHEC) in Verbindung gebracht werden. Darunter befinden sich laut Ministerium 13 Verdachtsfälle mit schweren Komplikationen in intensivmedizinischer Behandlung.

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