Besucher können sich über laufende Sanierung informieren Einblick in altes Stellwerk

Großenkneten-Ahlhorn. Zum Tag des offenen Denkmals öffnet das ehemalige Stellwerk Ahlhorn am morgigen Sonntag, 11. September, erstmals seine Türen.
10.09.2016, 00:00
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Von Ute Winsemann

Großenkneten-Ahlhorn. Zum Tag des offenen Denkmals öffnet das ehemalige Stellwerk Ahlhorn am morgigen Sonntag, 11. September, erstmals seine Türen. Interessierte können das markante Bauwerk am Bahnhof Ahlhorn von 10 bis 17 Uhr besichtigen. Es ist über die Vechtaer Straße erreichbar. Eine Besonderheit des ab 1931 von der Reichsbahndirektion Oldenburg an der Oldenburger Südbahn errichteten und spätestens 1932 in Betrieb genommenen Komplexes ist die Kombination von Stellwerk und Wasserturm. Der Tank für die Versorgung der Dampflokomotiven fasste 50 Kubikmeter Wasser.

1991 stellte die Bahn die technischen Einrichtungen außer Dienst. 1996 wurde das Stellwerk als Denkmal eingestuft, drohte aber trotzdem zu verfallen. Eine Initiative entwickelte mit Unterstützung der Deutschen Bahn als Eigentümer und in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kulturschatz Bauernhof und dem Monumentendienst sowie vorangetrieben vom Landkreis Oldenburg und der Gemeinde ein Konzept für den Erhalt des Gebäudes und alternative Nutzungsmöglichkeiten.

Zur Umsetzung hat sich mittlerweile ein Verein gegründet. Dieses Engagement sei auch Anlass für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz gewesen, dem Projekt in diesem Jahr am Tag des offenen Denkmals besondere Aufmerksamkeit zu widmen, heißt es in einer Ankündigung. Eine aus Bonn anreisende Vertreterin der Stiftung werde deshalb selbst am Sonntag in Ahlhorn zugegen sein.

Im Herbst dieses Jahres will der Monumentendienst mit seinen Büroräumen als neuer Nutzer in das Stellwerk einziehen. Die Experten des Monumentendienstes unterstützen mit regelmäßigen Pflege- und Wartungsangeboten die Eigentümer historischer Gebäude und sind deshalb ein wichtiger Partner beim Erhalt von Kulturschätzen.

Alle Interessierten sind eingeladen, sich unter fachkundiger Begleitung des beratenden Architekten Bernd Eckhold, des Vereinsvorstandes sowie und des Monumentendiensts einen ersten Eindruck vom aktuellen Stand der Sanierungsarbeiten zu machen.

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