Landkreis Oldenburg dehnt Projekt mit dem Umweltzentrum Hollen auch auf die großen Schulen aus „Energie-Teams“ als Spar-Kontrolleure

Weil das Energiesparprojekt, das das Regionale Umweltzentrum Hollen (RUZ) seit einen Jahr an den vier Förderschulen des Landkreises praktiziert, erfolgreich gelaufen ist, soll es jetzt auf weitere Schulen des Landkreises ausgedehnt werden. Das haben die Mitglieder des Schulausschusses des Landkreises Oldenburg am Dienstag einstimmig beschlossen.
14.02.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Jochen Brünner

Weil das Energiesparprojekt, das das Regionale Umweltzentrum Hollen (RUZ) seit einen Jahr an den vier Förderschulen des Landkreises praktiziert, erfolgreich gelaufen ist, soll es jetzt auf weitere Schulen des Landkreises ausgedehnt werden. Das haben die Mitglieder des Schulausschusses des Landkreises Oldenburg am Dienstag einstimmig beschlossen.

Ganderkesee-Hollen·Wildeshausen. Rund 3000 Euro an Energiekosten haben die Förderschule am Habbrügger Weg (am Standort Nordenholz), die Förderschule Vielstedter Straße in Hude, die Hunteschule in Wildeshausen und die Letheschule in Wardenburg im vergangenen Jahr eingespart. Grund dafür ist ein Energiesparprojekt in Zusammenarbeit mit dem Regionalen Umweltzentrum Hollen, das einerseits zum Ziel hat, Schüler für energiesparendes und nachhaltiges Verhalten zu sensibilisieren. So haben die einzelnen Klassen "Energie-Teams" gebildet, die in energiesparendem Verhalten geschult worden sind und sich um die entsprechende Umsetzung im Schulalltag kümmern. Andererseits bezieht das Konzept auch die jeweiligen Schul-Hausmeister mit ein. Allein die Tatsache, dass die RUZ-Mitarbeiter den Hausmeistern eine Liste mit Temperatur-Empfehlungen an die Hand gegeben haben, hat etwa dafür gesorgt, dass die Wärmeversorgung in einigen Bereichen optimiert werden konnte.

Ab dem 1. Januar des kommenden Jahres will die Kreisverwaltung das Projekt auch auf die "größeren Schulliegenschaften" in ihrem Verantwortungsbereich ausdehnen – als da wären das Graf-Anton-Günther-Gymnasium in Oldenburg, das Gymnasium Ganderkesee, das Gymnasium Wildeshausen, die Gesamtschule in Wardenburg und die Berufsbildenden Schulen in Wildeshausen. Die Hoffnung: Wenn in kleinem Rahmen schon nennenswerte Einsparungen möglich sind, lohnt sich das in großem Rahmen erst recht.

Weil das Projekt dann ganz andere Dimensionen erreicht, besteht zudem die Möglichkeit, das Vorhaben vom Bundesumweltministerium mit knapp zwei Dritteln der anfallenden Kosten fördern zu lassen. Für den Zeitraum der Jahre 2014 bis 2017 kalkuliert die Kreisverwaltung mit Kosten in Höhe von 63000 Euro, von denen etwa 41000 Euro förderfähig wären. Die restlichen 22000 Euro müsste der Landkreis selbst dazu schießen. Bis zum 31. März muss der entsprechende Förderantrag im Ministerium vorliegen.

Bis zu zehn Prozent Spar-Potenzial

Wie viel Energiekosten sich in den beteiligten Schulen am Ende tatsächlich einsparen lassen, darüber gibt es derzeit allerdings nur wenig Erkenntnisse. "Das ist schwer zu sagen, zumal das auch aufgrund der baulichen Gegebenheiten von Schule zu Schule ganz unterschiedlich sein wird", sagt etwa Maik Ehlers, Leiter des Schulamtes. Er erwartet jedoch, dass die Einsparungen mindestens den Eigenanteil des Landkreises an dem Projekt wieder einspielen. Auch Martin Brinkmann vom RUZ will sich nicht auf konkrete Zahlen festlegen: "Der Fokus dieses Projekts liegt auf einem verantwortungsbewussten Verhalten von Schülern und Lehrern", sagt er. Vor diesem Hintergrund hält er es für möglich, dass die Schulen über den Daumen zehn Prozent ihrer gesamten Energiekosten einsparen könnten. Die erzielten Überschüsse fließen übrigens zu einem Drittel der jeweiligen Schule zur freien Verwendung, zu einem Drittel dem Gebäudebudget des Landkreises sowie zu einem Drittel dem RUZ zu.

Auch die 3000 Euro, die die Kreisverwaltung im vergangenen Jahr eingespart hat, bedeuten nach Einschätzungen der RUZ-Mitarbeiter noch keineswegs das Ende der Fahnenstange: "Es ist aufgrund des bislang kurzen Projekt-Zeitraumes kaum anzunehmen, dass die pädagogischen Maßnahmen schon Wirkung zeigen und einen signifikanten Einfluss auf die die Verbräuche haben", heißt es unter anderem im "Erfahrungsbericht" für das Jahr 2012.

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