Autor Frank Rösler war auch am Hanse-Wissenschaftskolleg tätig Ex-Fellow stellt Lehrbuch vor

Delmenhorst. Frank Rösler von der Universität Potsdam lebte und arbeitete von Oktober 2008 bis März 2009 als sogenannter Fellow im Delmenhorster Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK), um sich intensiv mit biologischen Grundlagen von Entscheidungen zu befassen. Dort entstand teilweise sein Lehrbuch "Psychophysiologie der Kognition - Eine Einführung in die Kognitive Neurowissenschaft". Sein Werk und Auszüge daraus stellte der Kognitions- und Biopsychologe jetzt im HWK der Öffentlichkeit vor.
18.05.2011, 05:00
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Von Elke Lutzebäck

Delmenhorst. Frank Rösler von der Universität Potsdam lebte und arbeitete von Oktober 2008 bis März 2009 als sogenannter Fellow im Delmenhorster Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK), um sich intensiv mit biologischen Grundlagen von Entscheidungen zu befassen. Dort entstand teilweise sein Lehrbuch "Psychophysiologie der Kognition - Eine Einführung in die Kognitive Neurowissenschaft". Sein Werk und Auszüge daraus stellte der Kognitions- und Biopsychologe jetzt im HWK der Öffentlichkeit vor.

"Es geht darum, etwas zu feiern", richtete sich Wissenschaftskolleg-Rektor Reto Weiler an die knapp 20 Gäste und lenkte stolz den Blick auf das 462 Seiten umfassende, von Rösler geschriebene Exemplar, das vom Spektrum Verlag herausgegeben wurde. Weiler erinnerte sich: "Ich weiß, das du nicht nur im stillen Kämmerlein gesessen hast, sondern auch viele Gespräche führen konntest." Weiler mutmaßte, dass der Autor nach der Vollendung des Werkes womöglich in ein Loch fallen könnte. Rösler ließ allerdings verlauten: "Es gibt da ein paar Kapitel, die hier noch nicht drin stehen."

In Röslers Lehrbuch für Studierende in Masterstudiengängen beziehungsweise in der zweiten Hälfte einer Ausbildung zum Bachelor mit Schwerpunkt in Kognitionspsychologie, Kognitiver Neurowissenschaft, Neurobiologie, Neuroinformatik, Psycholinguistik oder Neurophilosophie erläutert der Autor den wechselseitigen Bezug zwischen der Kognitionspsychologie und der sogenannten Modellierung in neuronalen Netzen.

Kognitive Leistungen - zu denen Wahrnehmung, Aufmerksamkeitssteuerung, Gedächtnisbildung, Entscheidungsfindung, Handlungskontrolle oder Syntaxanalyse zählen - entstünden in einem Nervensystem, dessen Elemente nur wenige Funktionseigenschaften besäßen. Nervenzellen erregten und hemmten einander, Verknüpfungen zwischen diesen Zellen würden durch Erfahrungen modifiziert, heißt es zum Inhalt.

Der Wissenschaftler widmete sich der Frage: Wie entstehen in einem solchen System kognitive Leistungen, welche Prozesse laufen dabei ab? Antworten darauf soll der interessierte Leser in Frank Röslers Lehrbuch erhalten.

Die ISBN-Nummer lautet 978-3-8274-2598-0.

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