Fasching Ganderkesee

Fasching hinterläst Blessuren

Delmenhorst. Der befürchtete 'Ansturm' auf die Notaufnahmen der beiden Delmenhorster Krankenhäuser durch zusätzliche Glätte-Verletzte ist am Sonnabend glücklicherweise ausgeblieben. Die diensthabenden Ärzte hatten trotzdem gut zu tun - wegen des Faschings.
14.02.2010, 20:31
Lesedauer: 2 Min
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Fasching hinterläst Blessuren
Von Christina Steinacker

Delmenhorst. Ein bereits im Vorfeld des Faschingsumzuges befürchteter 'Ansturm' auf die Notaufnahmen der beiden Delmenhorster Krankenhäuser durch zusätzliche Glätte-Verletzte ist am Sonnabend glücklicherweise ausgeblieben. Die diensthabenden Ärzte hatten zwar gut zu tun - 'wir waren aber nicht so stark frequentiert wie befürchtet', erklärte Mandy Lange, Sprecherin des Klinikums, gestern. Im St. Josef-Stift gab?s Sonnabendnacht einige alkoholbedingte Einlieferungen und gestern wurden noch mehrere Frakturen behandelt.

'Die Faschingsleute mit Knochenbrüchen kamen erst heute - nachdem der Rausch weg war, haben sie die Schmerzen gespürt, ', so Yvonne Delle, diensthabende Ärztin in der Ambulanz des St. Josef-Stifts. Am Klinikum Delmenhorst sei es relativ ruhig gewesen, erklärte Mandy Lange - auch dank des DRK in Ganderkesee, dessen Helfer vor Ort sehr gute Arbeit geleistet hätten. 'Es gab ein paar Sturzverletzungen, wir mussten aber keine großen OPs machen.' Das Klinikum hatte wie berichtet vorsichtshalber mit doppelter Besetzung gearbeitet. Die Kinderklinik habe einige stark alkoholisierte Jugendliche aufgenommen, die in Ganderkesee gefeiert hatten - 'es waren nicht übermäßig viele, aber schon einige', so Lange. Der einzige größere Vorfall sei die Einlieferung eines Brand-Verletzten gewesen - nach dem Vorfall auf dem Festwagen war einer der Betroffenen ins Klinikum Delmenhorst gebracht worden, er musste jedoch nur ambulant behandelt werden.

Wie berichtet war es während des Faschingsumzuges in Ganderkesee zu einem Brand auf dem Wagen des Autohauses Hoppe gekommen. Ein elf Jahre alter Junge aus Ganderkesee war am Sonnabendnachmittag gegen 16.20 Uhr mit seinem Kostüm, das aus einem Baströckchen mit Stroh bestand, in einen mit Gas betriebenen Heizstrahler geraten. Das Kleidungsstück fing sofort Feuer. Einige umstehende Erwachsene versuchten, die Flammen zu löschen. Der Junge sowie ein 32-Jähriger erlitten letztlich schwere Brandverletzungen. Die beiden wurden mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser in Bremen und Oldenburg gebracht. Lebensgefahr bestand jedoch nicht. Wie die Polizei gestern mitteilte, befinden sich die Schwerverletzten derzeit noch in stationärer Behandlung. Eine 19 Jahre alte Frau wurde ebenfalls verletzt. Ebenso eine 40 Jahre alte Frau, die aber noch vor Ort von den Einsatzkräften versorgt werden konnte. Wie die Polizei Delmenhorst am Sonntag mitteilte, dauern die Ermittlungen zurzeit noch an.

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