Kindergarten-Gebäude in Delmenhorst stand in Flammen Feuer und Feuerchen gelöscht

Delmenhorst. Für die Delmenhorster Feuerwehrleute war es ein besonders heißes Wochenende: Mehrere Brände haben die Einsatzkräfte auf Trab gehalten. Vor allem in der Nacht zu Sonnabend haben sie wenig Ruhe bekommen.
04.07.2010, 18:40
Lesedauer: 3 Min
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Feuer und Feuerchen gelöscht
Von Christina Steinacker

Delmenhorst. Für die Delmenhorster Feuerwehrleute war es ein besonders heißes Wochenende: Mehrere Brände haben die Einsatzkräfte auf Trab gehalten. Vor allem in der Nacht zu Sonnabend haben sie wenig Ruhe bekommen: Das größte Feuer musste - wie bereits im KURIER am SONNTAG berichtet - an der Lutherstraße bekämpft werden. Dort brannte es im hölzernen Hauptgebäude sowie im Geräteschuppen des Kindergartens Stadtmitte. Die Feuerwehr schätzt den Schaden auf rund 100000 Euro.

'Die hintere Giebelwand ist angebrannt und die Flammen haben auf einen Teil des Dachstuhls übergegriffen', erzählte gestern der Delmenhorster ArchitektMeinhard Falkenberg, nachdem er den Schaden im Anschluss an den Gottesdienst gemeinsam mit Stadtkirchen-Pfarrerin Sabine Lueg und dem Gemeindekirchenrat begutachtet hatte. Man gehe davon aus, dass es Brandstiftung gewesen sei, 'morgen kommt der Brandgutachter', sagte Falkenberg gestern.

'Das war ein ganz schöner Schreck', beschreibt Pfarrerin Sabine Lueg den Moment, als sie nachts von der Polizei angerufen wurde und vom Feuer erfuhr. Sie hofft, dass die Eltern der betroffenen zwölf Kinder, die momentan den Kindergarten besuchen (außerhalb der Ferien sind es 44) von dem Vorfall aus der Zeitung erfahren. Heute ist nämlich der letzte Betreuungstag vor der Sommerpause - und der muss ausfallen. 'Die Adressen liegen nämlich im Büro und das ist am meisten betroffen', schildert Sabine Lueg.

Bis zum Ferienende werden sich die Räume des Kindergartens, der von Ulrike Schmid geleitet wird, laut Architekt Falkenberg aber nicht rechtzeitig wieder herrichten lassen. 'Das kriegen wir nicht fertig.' Die Kinder sollen stattdessen dann im Gemeindezentrum betreut werden.

Gegen 2 Uhr waren die Einsatzkräfte am Sonnabendmorgen alarmiert worden. Die Berufsfeuerwehr und die Ortsfeuerwehr Delmenhorst-Stadt rückten aus und fanden den Schuppen und Teile des Haupthauses im 'Vollbrand stehend' vor, wie die Feuerwehr berichtet. Nur durch massiven Kräfteeinsatz unter Atemschutz sei es gelungen, das 'Durchzünden des Dachstuhls' und somit eine Brandausweitung zu verhindern. Möbel und Spielsachen konnten teilweise vor den Flammen gerettet werden. Gegen 4 Uhr war dieser Einsatz beendet. Er habe ebenso wie die anderen Vorfälle ihren Einsatzkräften angesichts der heißen Temperaturen einiges abverlangt, schreibt die Feuerwehr im Bericht. 'Der Bedarf an Trinkwasser war sehr hoch.'

Bezüglich des Brandes hat die Polizei die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen - ebenso bei einem weiteren Brand, der bereits am Freitagabend gemeldet worden war: Gegen 23.30 Uhr rückten dieHauptberufliche Wachbereitschaft und die Ortsfeuerwehr Stadt Richtung Industriestraße aus. Dort standen Teile einer Industriehalle und ein angrenzender Schuppen sowie eine Hecke lichterloh in Flammen. Mehrere Feuerwehrtrupps konnten verhindern, dass das Feuer ins Innere der Halle übergriff, der Einsatz war nach einer Stunde beendet. Hier schätzt die Feuerwehr den Schaden auf rund 15000 Euro.

Schneller löschen ließ sich dagegen ein Brand, zu dem die Einsatzkräfte drei Stunden zuvor ausgerückt waren: Durch eine unachtsam weggeworfene Zigarette hatte in einer Wohnung am Uferweg ein Papierkorb Feuer gefangen. Nach kurzem Lüften und der Entsorgung des Papierkorbs übergaben die Feuerwehrleute die Wohnung wieder an die Besitzer.

Am Freitagnachmittag brannte außerdem in der Butjadinger Straße eine 20 Quadratmeter große Rasenfläche, gegen 17.10 Uhr entzündete sich eine Hecke im Brendelweg (der Eigentümer löschte selbst). Glimpflich ausgegangen ist die Unkrautbekämpfungsmaßnahme eines Gartenbesitzers am Hasporter Damm: Der hatte am Sonnabendmorgen mit einem Brenner hantiert, wobei ein Baum in Brand geriet. Die Flammen griffen gerade auf das Wohnhaus über, als ein zufällig vorbeikommender Feuerwehrmann die Gefahr erkannte. Er griff sofort zum Gartenschlauch.

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