Familienzentrum veranstaltet ab Montag fünfwöchige Projektreihe unter dem Motto „Reise durch die Kulturen“ Fremde Länder in der Villa kennenlernen

Ab Montag wird in der Villa musiziert, getanzt, gekocht und gespielt – und zwar nach den Gepflogenheiten anderer Kulturen. Das Familienzentrum veranstaltet eine Reihe, bei der Besucher fremde Kulturen besser kennenlernen können.
28.02.2014, 00:00
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Fremde Länder in der Villa kennenlernen
Von Esther Nöggerath

Ab Montag wird in der Villa musiziert, getanzt, gekocht und gespielt – und zwar nach den Gepflogenheiten anderer Kulturen. Das Familienzentrum veranstaltet eine Reihe, bei der Besucher fremde Kulturen besser kennenlernen können.

Eine „Reise durch die Kulturen“ startet am Montag, 3. März, in den Räumen der Villa. Die neue Projektreihe des Familienzentrums an der Oldenburger Straße bietet Kindern, Jugendlichen und Eltern die Möglichkeit, sich auf verschiedene Weisen mit fremden Kulturen zu beschäftigen. „Wir wollen den Dialog zwischen den Kulturen fördern“, erzählt Kai Ströhmer, der Leiter des Familienzentrums.

Zum Auftakt am Rosenmontag veranstaltet die Villa ein „Faschingsfest der Kulturen“, das gemeinsam mit allen Delmenhorster Jugendhäusern gefeiert wird. „Wir dachten, der Fasching wäre ein guter Aufhänger“, erzählt Maren Voß, die das Angebot für Familien und Senioren betreut. So lerne man erst eine „extreme Variante von Kultur“ kennen und anschließend erst den Alltag. Für Familien mit jüngeren Kindern bietet speziell der kleine Saal beim Faschingsfest Platz.

An den Rosenmontag schließen sich fünf Wochen voller Aktionen für verschiedene Altersgruppen an: Für Kinder ab sechs Jahren gibt es unter anderem Gelegenheit dazu, sich bei einem „Zirkus der Nationen“ im Jonglieren und Balancieren auszuprobieren oder bei einem Kochnachmittag gemeinsam mit den Eltern die Küche aus Russland, Serbien oder der Türkei zu erschmecken. Auch beim wöchentlichen Fußballtraining wird passend zur Weltmeisterschaft im Sommer Bezug auf die verschiedenen Länder genommen.

Jugendliche ab zwölf Jahren können in Werkstätten Instrumente wie Trommeln oder Vuvuzelas aus Südafrika selbst basteln, internationale Musikstücke einüben und singen oder verschiedene Spiele wie die Fangen-Variante „Da Kapanay“ von den Philippinen oder „Triff die Münze“ aus Brasilien ausprobieren. Kleidung, Kosmetik, aber auch Bräuche und Sitten oder bestimmte Verhaltensweisen anderer Nationen können die Jugendlichen ebenfalls in Workshops erforschen.

Für Senioren gibt es verschiedene Spielenachmittage oder an zwei Nachmittagen die Möglichkeit, im Tonstudio Interviewsequenzen aufzunehmen, bei denen die Kinder ihre Großeltern oder Eltern nach ihrer Herkunft befragen können. In einem Café können Besucher Tees und andere Ge

tränke aus dem Orient probieren.

„Kultur muss aber nicht immer weit weg oder exotisch sein“, sagt Maren Voß. Als sie bei einem Heimatbesuch in Ostfriesland war, habe sie das Plattdeutsche kaum verstanden. Deswegen geht es auch um heimische Sitten und Bräuche in der Villa. So wird Deutschland beispielsweise auch beim Fußballtraining eine Rolle spielen.

Einige Ausflüge sind für die „Reise durch die Kulturen“ ebenfalls mit eingeplant: Neben der Besichtigung einer Kirche stehen auch der Besuch der Mevlana-Moschee und ein Ausflug in die Afrika-Ausstellung im Überseemuseum auf dem Programm. Für die Touren ist allerdings eine Anmeldung erforderlich, die Fahrt ins Überseemuseum kostet für Kinder einen Euro und für Erwachsene zwei Euro. Alle anderen Veranstaltungen sind kostenlos. Bis zum Freitag, 4. April, laufen die Angebote immer wochentags, am letzten Abend gibt es dann eine große Abschlussveranstaltung, bei der Arbeitsergebnisse aus den Workshops präsentiert werden.

Rund 15 ehrenamtliche Mitarbeiter beteiligen sich an der Projektreihe. Seit 2004 veranstaltet das Familienzentrum diese Veranstaltungsreihe regelmäßig. Die Idee für das Thema in diesem Jahr entstand gemeinsam mit den Stammbesuchern. Rund 100 Jugendliche und 40 Kinder kämen regelmäßig in die Villa, sagt Ströhmer. „Viele der Kinder haben einen Migrationshintergrund, wissen aber teilweise kaum etwas über ihr Herkunftsland oder die Kultur, weil sie in Deutschland geboren und aufgewachsen sind.“ Bei der „Reise durch die Kulturen“ haben sie nun die Möglichkeit, nicht nur ihr Herkunftsland, sondern auch zahlreiche weitere kennenzulernen.

Alle Angebote sind über die Homepage der Stadt www.delmenhorst.de zu finden.

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