Freundeskreis Haus Coburg Ein Hoffest zum runden Geburtstag

Wo sonst, wenn nicht auf dem Hof der Städtischen Galerie, wäre ein Fest für das 30-jährige Bestehen des Freundeskreises Haus Corburg angemessen. Die Gäste erwartet ein buntes Programm.
17.08.2022, 14:25
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Ein Hoffest zum runden Geburtstag
Von Annika Lütje

Die Städtische Galerie und der Freundeskreis Haus Coburg laden für Sonnabend, 20. August, zum Hoffest ein. Unter dem Motto "Zusammen" soll den Gästen ab 16 Uhr einiges geboten werden: Der Künstler Kolja Burmester bietet seinen bereits bekannten Porträt-Service an, "Circle Singing" mit der Musikerin Imke Burma tritt auf, es ist eine Druckwerkstatt für Jung und Alt geplant und natürlich darf ein Kuchen- und Grillbüfett nicht fehlen.

In diesem Jahr gibt es einen besonderen Grund zum Feiern: Der Freundeskreis Haus Coburg begeht sein 30-jähriges Bestehen. Am 25. Juni 1992 wurde eine Satzung für den Verein beschlossen, in der die Förderung der Delmenhorster Kultur im Zentrum stand. Die Gründung für diesen aktiven und vielseitig interessierten Freundeskreis geht auf das Engagement der damaligen Galerieleiterin Barbara Alms zurück, die schnell begeisterte Mitstreiter fand. Zum ersten Vorstand gehörten die Vorsitzende Liselotte Nutzhorn, ihr Stellvertreter Heinz-Ulrich Hoffmann, der Schatzmeister Horst Schmietenknop und der Schriftführer Günter Wilkens.

"Es war eine Verschwörung für ein gutes Leben mit der Kunst. Es ging um den gemeinsamen Genuss kultureller Tätigkeit, sinnlicher Bilder und nie vorgestellter Imaginationen. Und darum, für die Stadt Delmenhorst Gegenwart und Zukunft zu gestalten", beschreibt Barbara Alms heute die Stimmung der Anfangszeit.

Auch 2022 engagieren sich die Vereinsmitglieder in allen kulturellen Fragen: Sie bereichern das Programm vom Haus Coburg mit Rat und Tat, bieten zum Beispiel beim Kunsterwerb finanzielle Unterstützung und sorgen für kreative Gaumenfreuden. "Zur eigentlichen Spezialität des Freundeskreises Haus Coburg gehörte in der vergangenen Dekade die Liaison von Kunst und Kulinarik", sagt Annett Reckert, ehemalige Leiterin der Städtischen Galerie, über die Zusammenarbeit zwischen Galerie und Freundeskreis.

Dass die Vereinsmitglieder jede Vernissage zu einem kulinarischen Genuss machen, ausstellende Künstlerinnen und Künstler versorgen und in diesem Sommer immer sonntags Kaffee und Kuchen im Färbergarten anbieten, trägt auch überregional zum guten Ruf der Galerie bei. Über diese Aktivitäten rund ums Haus Coburg hinaus realisiert der Freundeskreis für seine Mitglieder ein eigenständiges Kulturprogramm, zu dem Atelier- und Ausstellungsbesuche ebenso gehören wie mehrtägige Städtereisen – in diesem Jahr beispielsweise nach Bilbao.

Inzwischen hat sich der Freundeskreis als Sprachrohr für die moderne und zeitgenössische Kunst in Delmenhorst etabliert. Als kulturpolitische Instanz prägen die Mitglieder das kulturelle und das gesellschaftliche Leben in der Stadt – ein Umstand für den sich Oberbürgermeisterin Petra Gerlach in einer Publikation zum Freundeskreis bedankt: "Wir brauchen Kreativität und Engagement, um unsere gemeinsame Zukunft als Stadtgesellschaft zu gestalten, um ein Umfeld zu schaffen, in dem wir alle gut und gerne zusammenleben. Es gibt dafür viel Potenzial in Delmenhorst. Die Bereitschaft, Zeit, Esprit und auch Finanzspritzen in Kunst und Kultur zu investieren, demonstriert der Freundeskreis Haus Coburg seit 30 Jahren. Ich freue mich ganz persönlich über dieses bürgerschaftliche Engagement und möchte mich dafür ganz herzlich bedanken."

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