Gewerbegebiet-Erschließung wird teurer Ganderkesee-West wird teurer

Die Erschließung des Gewerbegebietes Ganderkesee-West wird teurer als bislang geplant. Zu den rund 4,5 Millionen Euro, die die Gemeinde dafür kalkuliert hatte, sollen jetzt 392.000 Euro an zusätzlichen Mitteln im Haushalt für das laufende Jahr berücksichtigt werden.
28.04.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Ganderkesee-West wird teurer
Von Esther Nöggerath

Die Erschließung des Gewerbegebietes Ganderkesee-West wird teurer als bislang geplant. Zu den rund 4,5 Millionen Euro, die die Gemeinde dafür kalkuliert hatte, sollen jetzt 392.000 Euro an zusätzlichen Mitteln im Haushalt für das laufende Jahr berücksichtigt werden. Das geht aus einer Beschlussvorlage hervor, über die der Ausschuss für Straßen und Verkehr heute Abend ab 18 Uhr bei seiner öffentlichen Sitzung sprechen wird.

Der Großteil des Geldes wird mit rund 186.000 Euro gebraucht, weil sich das beauftragte Planungsbüro bei der Erstellung der Vergabeunterlagen für die Arbeiten an der B 212 verkalkuliert habe. Die Mengen- und Kostenannahmen in der Schätzung 2012/2014 für den Umbau der Einmündung sind demnach nicht zutreffend. Dieser Irrtum macht rund vier Prozent des gesamten Erschließungsaufwands für Ganderkesee-West aus. „Um die finanziellen Folgen des Irrtums zu mindern, hat das Planungsbüro einen Honorarnachlass in Aussicht gestellt“, heißt es dazu in der Vorlage. Wie hoch dieser Nachlass ausfällt, steht aber nicht in dem Schreiben.

Neben dem Planungsfehler verursachen auch die Arbeiten an der B 212 einen Teil der Mehrkosten. Hier „haben sich kostenrelevante Veränderungen der bisherigen Kalkulation ergeben“, schreibt die Verwaltung. Grund dafür seien die Abstimmung mit der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLSTBV) sowie die Beratungsergebnisse aus der Verkehrssicherheitskommission.

Konkret heißt das, Fahrstreifen und Radweg müssten breiter und Durchlässe und Verkehrsinseln angepasst werden. Weiterer Kostenpunkt sind die Mehrflächen durch die Verlängerung des Ausbaubereiches sowie die Verwendung einer anderen Planungsrichtlinie. Zu den dadurch anfallenden 110.000 Euro kommen nochmal 87.000 für die Ablöse an die NLSTBV. Weitere 33000 Euro werden für eine neue Lärmschutzanlage an der B 212 zur Abgrenzung eines Grundstücks veranschlagt.

Auch die archäologischen Arbeiten auf den neu erworbenen Flächen treiben die Gesamtkosten in die Höhe: Rund 76.000 Euro sollen dafür eingeplant werden. Wie teuer die Ausgrabungen letzten Endes tatsächlich werden, hängt allerdings von Aufwand und der Anzahl der Befunde ab.

Dem großen Batzen von dadurch zusammengerechnet 492.000 Euro stehen laut Bericht 100 000 Euro gegenüber, die durch kleinere Einsparungen und Änderungen des laufenden Verfahrens eingespart werden konnten.

Dass die Mehrkosten bereits in dem Haushalt für das laufende Jahr und nicht erst für das kommende veranschlagt werden sollen, hängt mit der Zeitplanung für die Arbeiten im Gewerbegebiet zusammen: Da Ganderkesee-West bis Ende August 2016 erschlossen sein soll, müssen die ausstehenden Bauleistungen zeitnah vergeben werden, heißt es. Und das sei eben nur möglich, wenn für die gesamte Maßnahme ausreichende Haushaltsmittel vorhanden seien.

Das außerplanmäßig benötigte Geld will die Verwaltung dafür aus den Mitteln für die geplante neue Kita im Ortskern nehmen, für die im aktuellen Haushalt eine Million Euro veranschlagt worden war. Sie wird aber offenbar nicht so zügig gebraucht: „Der geplante Bau einer Kindertagesstätte lässt sich nach derzeitigem Kenntnisstand nicht mehr in 2015 realisieren“, schreibt die Verwaltung. Die Mittel für die Kita seien dann im kommenden Jahr wieder neu bereitzustellen.

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