Amtsgericht Delmenhorst "Sie wollten, dass es brennt"

Wegen versuchter schwerer Brandstiftung hat das Amtsgericht Delmenhorst einen 80-Jährigen verurteilt. Dieser hatte die Tat eingeräumt, was das Gericht jedoch nur als Teilgeständnis wertete.
17.06.2022, 14:03
Lesedauer: 3 Min
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Von Kerstin Bendix-Karsten

Weil er in der Nacht vom 9. auf den 10. Januar dieses Jahres versucht hatte, das Wohnhaus seiner Ex-Frau anzuzünden, hat das Amtsgericht Delmenhorst am Freitag einen 80-jährigen Mann verurteilt. Es verhängte eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten, die allerdings zur Bewährung ausgesetzt wurde. Mit seinem Urteil ging das Gericht über das von der Staatsanwaltschaft geforderte Strafmaß von neun Monaten auf Bewährung hinaus. "Sie wollten, dass es brennt", erklärte der Richter in seiner Urteilsbegründung. Das Gericht glaubte dem Angeklagten nicht, dass er eigentlich nicht vorgehabt habe, das Haus anzuzünden. "Sie wollten nicht nur ein Zeichen setzen, sondern auch schaden", führte der Richter aus. 

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