Präventionsprogramm „Klasse 2000“ startet im Februar an der Grundschule Jägerstraße

Gesunde und starke Kinder

Gesunde Kinder, die sich selbst gut kennen und nein zu Alkohol und Zigaretten sagen, sollen in ein paar Jahren die Grundschule Jägerstraße verlassen. In vier Klassen der Schule startet im Februar das Programm "Klasse 2000". Spezielle Unterrichtsangebote mit Spielen, Experimenten und viel Bewegung sollen den Kindern eine gesunde Lebensweise nahebringen. Einige der Unterrichtseinheiten übernimmt Anja Peters, Präventionsbeauftragte der Gemeinde Hude.
19.01.2013, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Antje Rickmeier
Gesunde und starke Kinder

Im Februar geht es los: Kinder aus den ersten und zweiten Klassen der Grundschule Jägerstraße sollen mit dem Programm "Klasse 2000" lernen, gesund zu leben und auf sich selbst zu vertrauen. Der Huder Bürgermeister Axel Jahnz (vorne Mitte) unterstützt das Projekt mit einer Patenschaft. Anja Peters, Präventionsbeauftragte der Gemeinde (vorne links), wird einige der Unterrichtseinheiten übernehmen.AR·

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Gesunde Kinder, die sich selbst gut kennen und nein zu Alkohol und Zigaretten sagen, sollen in ein paar Jahren die Grundschule Jägerstraße verlassen. In vier Klassen der Schule startet im Februar das Programm "Klasse 2000". Spezielle Unterrichtsangebote mit Spielen, Experimenten und viel Bewegung sollen den Kindern eine gesunde Lebensweise nahebringen. Einige der Unterrichtseinheiten übernimmt Anja Peters, Präventionsbeauftragte der Gemeinde Hude.

Hude. Das Gesundheitsprogramm "Klasse 2000" besteht bereits seit 1991. Fast eine Million Grundschüler hat das "bundesweit größte Programm zur Gesundheitsförderung in Grundschulen" bereits durchlaufen. Genau das ist aus Sicht von Anja Peters ein großer Vorteil: "Es ist ein Projekt, dessen Wirkung nachgewiesen ist", sagte die Präventionsbeauftragte der Gemeinde Hude gestern bei der Vorstellung des Plans für die Grundschule Jägerstraße. Denn es gibt Untersuchungen, die den Erfolg belegen. Demzufolge hatten Kinder in der siebten Klasse, die das Programm durchlaufen haben, wesentlich seltener schon einmal geraucht oder Alkohol getrunken als andere Schüler. Für den Präventionsrat sei besonders wichtig, dass das Programm Wirkung zeige, sagte Anja Peters.

In den Unterrichtseinheiten geht es aber nicht nur um die Gefahren von Nikotin und Alkohol. Nach Informationen des Vereins, der hinter dem Programm "Klasse 2000" steht, soll auch die "Lebenskompetenz" der Kinder gefördert werden. Die Grundschüler sollen lernen, gesund zu essen und zu trinken, sich zu bewegen und auch zu entspannen. Ein weiteres Ziel ist, dass sich die Kinder selbst mögen und ihre eigenen Gefühle sowie die anderer verstehen. Aber auch Möglichkeiten, wie Probleme und Konflikte bewältigt werden können, beinhaltet das Programm. Ein weiterer Themenschwerpunkt trägt die Überschrift "kritisch denken und nein sagen können".

Für den Unterricht, der sich auf einen Zeitraum von vier Jahren erstreckt, gibt es spezielle Materialien: Die Inhalte des Programms werden den Kindern unter anderem mit Spielen und Experimenten nahegebracht. Darüber hinaus sind Bewegungspausen vorgesehen. Maskottchen "Klaro", eine Puppe mit rundem, gelbem Kopf, ist ebenfalls dabei.

In der Grundschule Jägerstraße machen zwei erste und zwei zweite Klassen bei dem Projekt mit. Im Landkreis Oldenburg gibt es laut Anja Peters mit der Sprachheilschule in Dötlingen-Neerstedt nur noch eine weitere Schule, an der das Programm "Klasse 2000" läuft. Im vergangenen Jahr hatte der Präventionsrat der Gemeinde beschlossen, das Projekt in Hude anzuschieben. "Die Grundschule Jägerstraße war die erste, die gleich zugesagt hat", sagte Anja Peters. Doch auch die anderen Grundschulen in der Gemeinde können einsteigen.

In Kürze sei ein Elternabend in der Grundschule Hude-Süd geplant, sagte die Präventionsbeauftragte. "Wir wünschen uns alle Grundschulen in Hude im Programm." Auch die Eltern spielen bei dem Projekt eine wichtige Rolle: Sie werden unter anderem mit Briefen und Zeitungen darüber informiert, wie sie die Gesundheit ihrer Kinder fördern können.

Die speziellen Unterrichtseinheiten sollen unter anderem in den Sachkunde-Stunden laufen. "Es fallen dafür keine anderen wichtigen Fächer weg", sagte Anja Peters. Die Präventionsbeauftragte will in Kürze eine spezielle Ausbildung absolvieren und die Unterrichtseinheiten gemeinsam mit der Gesundheitsförderin Kerstin Seifert in den vier Klassen anbieten.

Da die Unterrichtsmaterialien Geld kosten, wurden Paten gesucht, die 200 Euro pro Klasse und Schuljahr spenden. Während die Kosten für die zweiten Klassen aus Mitteln des Präventionsrates gezahlt werden, hat eine Spenderin die Patenschaft für eine erste Klasse übernommen. Und auch der Huder Bürgermeister Axel Jahnz ist Pate einer ersten Klasse. "Ich habe spontan gesagt, ich bin mit dabei", sagte er. Außerdem dankte der Bürgermeister der kommissarischen Schulleiterin Ilona Schütte und den beteiligten Lehrerinnen, dass sie das Projekt unterstützen.

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