Die Gruppe „L’ Orchestre Europa“ nutzt beim Gartenkultur-Musikfestival das besondere Ambiente der Burginsel Grenzenlose Weltmusik im Grünen

Am Sonnabend, 3. August, spielt "L’Orchestre Europa" in Delmenhorst. Es ist die zweite Veranstaltung des Gartenkultur-Musikfestivals, das ein Projekt des Kommunalverbundes Niedersachsen/Bremen ist und im August Kunst, Musik und besondere Orte verbindet.
04.07.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Marco Julius

Am Sonnabend, 3. August, spielt "L’Orchestre Europa" in Delmenhorst. Es ist die zweite Veranstaltung des Gartenkultur-Musikfestivals, das ein Projekt des Kommunalverbundes Niedersachsen/Bremen ist und im August Kunst, Musik und besondere Orte verbindet.

Delmenhorst. Wenn das Gartenkultur-Musikfestival in der Region Kunst, Musik und Landschaft zusammenbringt, dann ist die Burginsel in den Graftanlagen ein besonderer Platz, der Musikern und Publikum gleichermaßen ein stimmiges Ambiente bietet. Das Kultur-Büro lädt während des elften Gartenkultur-Musikfestivals, das am Freitag, 2. August, eröffnet wird, erneut zu einem Konzert im Grünen ein. Am Sonnabend, 3. August, gastiert "L’Orchestre Europa" auf der Burginsel. Beginn des Konzertes ist am frühen Abend um 18 Uhr. Auch in diesem Jahr besteht die Möglichkeit, das Konzert bei einem gemütlichen Picknick zu erleben.

Inspiriert durch seine vielen Reisen in die verschiedensten Gegenden und Länder Europas gründete der Gitarrist und Komponist Frank Wuppinger, Jahrgang 1973, das "Orchestre Europa". Schon der Name der Band steht für die grenzenüberwindende Stilmischung des Ensembles. Wuppinger selbst bezeichnet die Musik der Gruppe gerne als Crossover-Weltmusik. "Im Endeffekt ist unsere Musik eine, die mit traditionellen Instrumenten akustisch gespielt wird, sich traditioneller Elemente bedient und vor allem von osteuropäischen Einflüssen geprägt ist", hat Wuppinger sein musikalisches Wirken einmal beschrieben. Die Musiker des "Orchestre Europa" kommen aus dem Rock- und Jazzbereich. Wuppinger selbst zählt unter anderem Jimi Hendrix, Frank Zappa und die Band King Crimson zu frühen Inspirationsquellen. Aber auch Django Reinhardt ist herauszuhören.

Begleitet wird der gebürtige Münchener Wuppinger, der heute in Nürnberg lebt, von einem Quartett hervorragender Musiker: Klaus Marquardt an der Violine, Tino Derado am Akkordeon, Marco Kühnl am Bass und Matthias Rosenbauer am Schlagzeug machen ordentlich Dampf auf der Reise durch das Beste aus diversen Folk-Welten.

Die Gruppe improvisiert über alte europäische Musik in geraden und ungeraden Rhythmen, schlägt die Brücke ins Heute, spielt zum Tanz auf, schafft Fernweh und nicht zuletzt ein Stückchen Nostalgie, da sind sich Kritiker einig. Die Süddeutsche Zeitung urteilte: "Weltmusik ohne Schranken und Barrieren, dafür mit jeder Menge Leidenschaft, Spielfreude und musikalischem Können." Dabei stecken die Musiker einen Bereich ab, der von Osteuropa und dem Balkan über Frankofones bis hin zum keltischen Kulturkreis reicht. Gerade bei einer Tour durch Mazedonien im Jahr 2003, die Wuppinger und seine Mitstreiter mit Hilfe des Goethe-Instituts machen konnten, haben die Musiker neue Einflüsse aufgenommen. Eine "Initialzündung" nennt Wuppinger das, was dort, im Austausch mit heimischen Musikern und vor allem Roma, passiert ist.

"L’Orchestre Europa" hat bereits drei eigene CDs veröffentlicht. Die erste erschien 2004 und hieß "Hablo Más – Entiendo Menos". Danach folgte "Le Grand Rouge". Das aktuelle Album ist "Fais ton Cirque!" betitelt. Auch mit Preisen wurden die Musiker bedacht, unter anderem gab es den Kulturpreis der Stadt Nürnberg.

Karten für den Abend auf der Burginsel sind im Vorverkauf zum Preis von acht (ermäßigt sechs) Euro und an der Abendkasse zum Preis von zehn (ermäßigt acht) Euro erhältlich. Die Tickets können ab sofort im städtischen Kultur-Büro im Rathaus, 04221/992464, erworben werden. Sollte das Wetter am Veranstaltungstag nicht mitspielen, wird das Konzert ins Kleine Haus verlegt.

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