Grundsteuerreform Fiskus fragt nach Flur und Fläche

Wer ein Grundstück, Haus oder eine Wohnung in Delmenhorst besitzt, muss hierfür eine Steuererklärung abgeben. Im Juli ging es damit nun los. Es gibt viele Fragen. Auch Betrüger versuchen, dies auszunutzen.
04.07.2022, 14:51
Lesedauer: 1 Min
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Fiskus fragt nach Flur und Fläche
Von Kerstin Bendix-Karsten

Es ist so weit: Die Reform und Neuberechnung der Grundsteuer ist angelaufen. Seit 1. Juli – und bis spätestens zum 31. Oktober – müssen alle Eigentümer von bebauten und unbebauten Grundstücken eine Erklärung für den neuen Grundsteuerwert abgeben. In Niedersachsen sind insgesamt 3,6 Millionen Grundstücke betroffen. Davon entfallen 65.000 Grundstücke auf das Finanzamt Delmenhorst, zu dessen Zuständigkeitsbereich auch die Gemeinden Ganderkesee, Hude und Lemwerder sowie die Samtgemeinde Harpstedt gehören.

Die Fragen rund um dieses Thema sind offenbar groß. Wie Kay Müller, Sachgebietsleiter der Erhebungs- und Grundbesitzstelle beim Finanzamt in Delmenhorst am Montag berichtet, erreichten die Behörde bereits im Juni viele schriftliche Anliegen und rund 2000 telefonische Anfragen. Am vergangenen Freitag, dem Beginn des Abgabezeitraums, sei es dann sehr ruhig geblieben, was Müller auf das sonnige Wetter zurückführt. Am Montag war "bei bedecktem Himmel der Ansturm deutlich zu merken", führt Müller weiter aus. Der Sachgebietsleiter der Erhebungs- und Grundbesitzstelle in Delmenhorst geht davon aus, dass sich in den kommenden Wochen noch mehr Menschen melden werden. Insbesondere Menschen, die in Corona-Zeiten lieber Ansammlungen meiden, würden mit ihrem Besuch noch warten. Alternativ könne man sich aber auch im Internet oder über die Hotline 0 42 21 / 15 33 41 informieren.

Die Grundsteuerreform versuchen sich offenbar auch Betrüger zunutze zu machen. "Leider melden sich auch Bürgerinnen und Bürger bei uns, die von zwielichtigen Personen angerufen wurden und auf eine kostenpflichtige Hotline verbunden werden sollten", berichtet Kay Müller. Dies habe mit der Reform jedoch nichts zu tun. Als Grund des Anrufes wurde vorgegeben, dass die Erklärungspflicht zum 1. Juli 2022 nicht erfüllt worden sei. Das sei jedoch falsch. Es bestehe ein Abgabezeitraum, der am 31. Oktober 2022 endet. "Darüber hinaus erinnert das Finanzamt grundsätzlich nur schriftlich an die Abgabe von Steuererklärungen", betont Müller.

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