Rund 250 Gäste aus Wissenschaft, Kultur und Politik kamen zu Neujahrsempfang mit Installation und Vortrag zum Thema "Urbanität" Hanse-Wissenschaftskolleg vergibt Preis an Mathematiker

Delmenhorst. Das Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK) hat beim Neujahrsempfang am Freitagabend einen Preis vergeben. Rektor Reto Weiler überreichte den mit 5000 Euro dotierten "Hanse Postdoc-Award" an den Mathematiker Theodore Alexandrov, der an der Universität Bremen arbeitet. Zum Empfang kamen rund 250 Gäste aus Wissenschaft, Kultur und Politik, darunter Staatssekretär Josef Lange vom Niedersächsischen Wissenschaftsministerium sowie der Bremer Senator für Umwelt und Verkehr Joachim Lohse.
23.01.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Antje Rickmeier

Delmenhorst. Das Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK) hat beim Neujahrsempfang am Freitagabend einen Preis vergeben. Rektor Reto Weiler überreichte den mit 5000 Euro dotierten "Hanse Postdoc-Award" an den Mathematiker Theodore Alexandrov, der an der Universität Bremen arbeitet. Zum Empfang kamen rund 250 Gäste aus Wissenschaft, Kultur und Politik, darunter Staatssekretär Josef Lange vom Niedersächsischen Wissenschaftsministerium sowie der Bremer Senator für Umwelt und Verkehr Joachim Lohse.

Reto Weiler berichtete über die Arbeit des Hanse-Wissenschaftskollegs. Derzeit leben dort 22 "Fellows" - Gastwissenschaftler, die aus unterschiedlichen Ländern kommen und an den Universitäten in der Region forschen. Sie stellten sich in ihrer Muttersprache vor. Gegenwärtig sind es nach den Worten Weilers neun verschiedene Sprachen. Auch der Fotokünstler Elger Esser lebt und arbeitet für einige Monate in Delmenhorst. Eine Ausstellung seiner Bilder ist HWK zu sehen.

Der Rektor blickte auf das Jahr 2011 zurück. Im vergangenen Jahr seien 67 "Fellows" aus 19 Nationen da gewesen. "Es gelingt uns, aus einer heterogenen Gruppe eine Wissensgemeinschaft zusammenzuschmelzen", sagte er. Zu den 81 Veranstaltungen des Hanse-Wissenschaftskollegs gehörten 41 Lesungen der Gastwissenschaftler sowie elf Vorträge für die Öffentlichkeit. Darüber hinaus sei zum ersten Mal ein Postdoktoranden-Kolleg eröffnet worden. Einen damit verbundenen Preis überreichte Weiler an Theodore Alexandrov. Der Mathematiker, der seinen Doktorgrad an der Universität in St. Petersburg erworben hat, entwickelt computerbasierte Methoden für biochemische Analysen.

Im Mittelpunkt des Empfangs stand ein Gastvortrag des Stadtsoziologen Walter Siebel, der als Professor an der Universität in Oldenburg lehrt und über das Thema "Urbanität" sprach. Da nicht alle Gäste im Hörsaal Platz fanden, wurden einige im Bistro untergebracht. "Sie wissen, dass wir um einen neuen Hörsaal kämpfen", meinte Reto Weiler zu Überlegungen für eine Erweiterung des Wissenschaftskollegs.

Über den Köpfen der Gäste im Foyer schwebte eine Installation des argentinischen Künstlers Tomás Saraceno. Das kugelförmige Objekt mit dem Titel "Solar Sphere" war am Tag zuvor montiert worden und ist bis zum 20. März zu sehen. Saraceno entwirft schwebende Städte und erforscht die Möglichkeiten fliegender Behausungen als Alternative zum Leben auf der Erdoberfläche. Begleitend zu einer Ausstellung seiner Arbeiten in Berlin gab es dort ein Symposion mit Künstlern und Wissenschaftlern, an dessen Organisation das HWK beteiligt war. Der Rektor kündigte an, dass Saraceno im Sommer für einige Monate in Delmenhorst leben und arbeiten werde.

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