Ganderkesee Haus Müller startet Kooperation mit der Wiener Staatsoper

Ganderkesee (jbr). Das kleine Haus Müller in der kulturellen Provinz Ganderkesee startet ab sofort eine Kooperation mit der berühmten Wiener Staatsoper. Bis Juni 2015 werden vier Opern-Aufführungen aus Wien live ins Haus Müller übertragen.
09.12.2014, 00:00
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Haus Müller startet Kooperation mit der Wiener Staatsoper
Von Jochen Brünner

Das kleine Haus Müller in der kulturellen Provinz Ganderkesee startet ab sofort eine Kooperation mit der berühmten Wiener Staatsoper. Bis Juni 2015 werden vier Opern-Aufführungen aus Wien live ins Haus Müller übertragen. Das Prinzip läuft bereits erfolgreich in Zusammenarbeit mit großen Kino-Ketten. „Nachdem eine Pilotveranstaltung im Juni mit einer Übertragung der „Ballets russes“ aus München sehr gut angenommen worden ist, haben wir uns entschieden, dass das Musik-Theater ein fester Bestandteil des Programms werden soll“, sagte Kulturbeauftragte Wiebke Steinmetz bei der gestrigen Vorstellung des Programms.

Weil sich der Geburtstag von Richard Strauss in diesem Jahr zum 150. Mal jährt, bilden dessen Opern auch den thematischen Schwerpunkt. Den Auftakt macht am Donnerstag, 18. Dezember, um 18 Uhr die Übertragung der Oper „Arabella“. Es folgen am Freitag, 23. Januar, um 19 Uhr das einstige Skandalwerk „Salome“ und am Sonntag, 12. April, der Richard-Strauss-Evergreen „Der Rosenkavalier“. Eine Übertragung von Beethovens Freiheitsoper „Fidelio“ rundet das Programm am Dienstag, 9. Juni, ab. Darüber hinaus gibt es am Sonntag, 8. Februar, um 17 Uhr noch die Live-Übertragung eines Konzerts aus der Kölner Philharmonie, wenn das Mahler Chamber Orchestra unter der Leitung von Heinz Holliger und mit der Altistin Anna Larsson Werke von Mahler, Debussy und Holliger präsentiert. Im Mittelpunkt stehen Mahlers „Rückert-Lieder“ sowie „La Mer“ von Claude Debussy.

Um die Klassikfans auf die Inszenierungen vorzubereiten, führt Musikpädagoge Stefan Lindemann das Publikum jeweils eine Stunde vor Beginn der Übertragungen in die jeweiligen Werke ein. „Es ist der Wiener Staatsoper durchaus ein Anliegen, ihre Kultur auch in den Nordwesten Deutschlands zu transportieren“, kommentierte er die ungewöhnliche Kooperation. Die Tickets kosten jeweils 15 Euro.

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