Kreisweit mehrere Einsätze von Löscharbeiten bis zur Notkühlung eines Schweinestalls Heißer Tag für die Feuerwehren

Landkreis Oldenburg (ute). Am vielleicht heißesten Tag des Jahres gab es für die Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Oldenburg gleich mehrere Einsätze, bei denen den Einsatzkräften noch heißer wurde.
06.07.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Ute Winsemann

Am vielleicht heißesten Tag des Jahres gab es für die Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Oldenburg gleich mehrere Einsätze, bei denen den Einsatzkräften noch heißer wurde.

Los ging es am späten Vormittag in einer Bildungsstätte der Pfadfinder in Großenkneten-Sage. Von dort wurde um 11.29 Uhr ein brennender Schuppen gemeldet. Laut Feuerwehr-Sprecherin Tanja Konegen-Peters konnten die Sager Feuerwehrleute schon bei der Anfahrt eine Rauchwolke sehen. Ein Trupp unter schwerem Atemschutz bekämpfte den Brand von innen, während zwei weitere Strahlrohre von außen zum Einsatz kamen. Aufgrund der großen Hitzebelastung für die Atemschutzgeräteträger wurde die Feuerwehr Großenkneten nachgefordert.

Trotz des massiven Löschangriffs fraß sich das Feuer durch eine Zwischendecke in einen Nachbarraum. Um alle Glutnester löschen zu können, mussten die Einsatzkräfte Teile des Dachs öffnen. Bei den Löscharbeiten kam auch die Wärmebildkamera der Feuerwehr Großenkneten zum Einsatz. Nach den Nachlöscharbeiten konnten die Einsatzkräfte nach rund eineinhalb Stunden wieder abrücken.

Wie die Polizei mitteilte, wurden bei dem Brand die Sauna, die behindertengerechte Sanitäranlage, diverse Einrichtungsgegenstände und der Dachstuhl beschädigt. Verletzt wurde niemand. Die Brandursache steht noch nicht fest. Die Schadenshöhe wird auf mindestens 25 000 Euro beziffert.

Am Nachmittag gab es dann Alarm für die Feuerwehr Falkenburg. Sie musste zu einem Schornsteinbrand in Habbrügge ausrücken. Kurz darauf waren die Kirchseelter Kollegen gefragt. Sie mussten einen Ast entfernen, der auf die Straße Im langen Tal zu stürzen drohte.

Um 16.03 Uhr wurde die Feuerwehr Sandhatten zu einem ungewöhnlichen Einsatz gerufen. Durch die hohen Außentemperaturen hatte sich in einem Schweinestall an der Huntloser Straße eine gefährliche Situation entwickelt: Das Thermometer im Stall war auf über 40 Grad geklettert. Das bedeutete akute Gefahr für die rund 300 Schweine in dem Gebäude.

Die von dem Landwirt alarmierte Feuerwehr rückte daraufhin mit vier Fahrzeugen und 21 Kameraden aus, um die Hitze im Stall zu verringern. Mit Wasserwerfern und Strahlrohren kühlten die Einsatzkräfte das Dach des Stalls. Nach rund zwei Stunden Einsatz konnte die Temperatur im Stall deutlich gesenkt werden, die Schweine waren außer Lebensgefahr.

Gegen Abend musste die Feuerwehr Groß Ippener auf die Autobahn 1 in Fahrtrichtung Bremen. Dort brannte die Böschung auf rund 30 Metern Länge.

Bereits am Freitagabend löschten rund 120 Einsatzkräfte in Wardenburg eine brennende Lagerhalle (wir berichteten im KURIER AM SONNTAG). Dabei wurden nach Angaben der Polizei vier Feuerwehrleute „aus unterschiedlichen Gründen, nicht durch den Brand“ leicht verletzt.

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