Doris Schröder-Köpf auf Stippvisite in Flüchtlingsunterkunft an der Fröbelstraße

Hilfe mit Verstand und Herz

Delmenhorst. "Ich komme aus Hannover. Das ist die Hauptstadt unseres Bundeslandes.
21.03.2017, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Alexandra Penth
Hilfe mit Verstand und Herz

Doris Schröder-Köpf

INGO MOELLERS

Delmenhorst. „Ich komme aus Hannover. Das ist die Hauptstadt unseres Bundeslandes. Weißt du das schon?“, wollte Doris Schröder-Köpf, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, von der kleinen Yalada wissen. „Ja“, erwiderte die Elfjährige selbstbewusst. Auf einer Stippvisite nach Delmenhorst besuchte Schröder-Köpf die aus Afghanistan geflohene Familie Atai am Montag in ihrem Zuhause: einem früheren Klassenraum in der ehemaligen Förderschule an der Fröbelstraße. Yalada, ihre vier Geschwister und die Eltern Banin und Abdull-Hamed bewohnen das von der Arbeiterwohlfahrt (Awo) betriebene Flüchtlingsquartier seit November.

„Im Zuge der Schließung der Turnhalle an der Kaserne sind die 32 Bewohner komplett hergezogen“, erklärte Saskia Kamp, Flüchtlingskoordinatorin bei der Awo. Zudem leben in der Großunterkunft an der Weverstraße weitere 152 Menschen, um die sich die Awo kümmert. Dann ist die Wohlfahrtsorganisation noch für ein Quartier in der ehemaligen Kinderklinik zuständig. Dort bietet sie 25 Menschen ein Dach über dem Kopf. Über die Betreuung in den Unterkünften hinaus bietet die Awo für 30 besonders Schutzbedürftige wie Alleinerziehende, Schwangere und beeinträchtigte Menschen ambulante Hilfe an.

Der SPD-Ortsverein Hasport-Annenheide hatte zu dem Rundgang in der Flüchtlingsunterkunft an der Fröbelstraße geladen, bei dem nicht nur Schröder-Köpf zugegen war, sondern auch Oberbürgermeister Axel Jahnz, der zuständige Fachbereichsleiter Rudolf Mattern sowie SPD- und Awo-Funktionäre. Andrea Meyer-Garbe als stellvertretende Vorsitzende des Awo-Kreisverbandes lobte das Engagement der Flüchtlingshelfer, die „nicht nur mit Verstand, sondern auch mit sehr viel Herz“ arbeiten würden. „Wir sind froh, dass wir die Awo haben“, bedankte sich Jahnz.

In der Unterkunft an der Fröbelstraße sind drei Vollzeitkräfte im Einsatz. Die Bewohner leben in einem Trakt der ehemaligen Schule. Ein weiterer soll künftig Platz für Angebote rund um die Integrationsarbeit bieten. „Wir möchten dabei an die vorhandenen Strukturen andocken“, betonte Saskia Kamp.

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