Ganderkesee

Höhere Mehrwertsteuer macht Schwitzen 1,50 Euro teurer

Ganderkesee (jbr). Eigentlich sollten die Eintrittspreise für das Ganderkeseer Saunahuus zum 1. Juli 2015 um einen Euro steigen, nun steigen sie bereits zum 1.
29.11.2014, 00:00
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Höhere Mehrwertsteuer macht Schwitzen 1,50 Euro teurer
Von Jochen Brünner
Höhere Mehrwertsteuer macht Schwitzen 1,50 Euro teurer

Der Besuch des Saunahuuses wird ab Januar um 1,50 Euro teurer.

Ingo Moellers

Eigentlich sollten die Eintrittspreise für das Ganderkeseer Saunahuus zum 1. Juli 2015 um einen Euro steigen, nun steigen sie bereits zum 1. Januar. Und zwar nicht um einen Euro, sondern um 1,50 Euro. Diese Tariferhöhung haben die Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaft und Finanzen am Donnerstag ohne Diskussion durchgewunken.

Die beschlossene Preiserhöhung hat auch mit der ursprünglichen Argumentation, dass man die Sauna schließlich um ein Außenbecken erweitere, nichts mehr zu tun. Hintergrund ist vielmehr die Tatsache, dass sich am 1. Juli 2015 der Mehrwertsteuersatz für Saunaleistungen ändert. Waren die Schwitztempel bislang immer mit der ermäßigten Mehrwertsteuer von sieben Prozent veranschlagt worden, müssen die Betreiber dann auch für sie den vollen Steuersatz in Höhe von 19 Prozent an das Finanzamt abführen. Die Tageskarte im Saunahuus verteuert sich damit von 16,50 Euro auf 18 Euro. Die Anpassungen gelten nach Mitteilung der Verwaltung auch für die Drei-Stunden-Karte sowie für die Tickets für Kinder und Jugendliche. Lediglich der Spättarif wird nur um einen Euro teurer.

Damit liegt das Saunahuus im Vergleich zu den Mitbewerbern aber noch gut im Rennen. Die Grafttherme in Delmenhorst verlangt für eine Sauna-Tageskarte gegenwärtig zwischen 19,50 Euro und 21 Euro. Im Olantis in Oldenburg kostet das Ticket 19,50 Euro. Beide Einrichtungen haben ihre Preise

auch noch nicht auf die neue Mehrwehrsteuer ausgerichtet. Da die Erhöhung erst zum 1. Juli kommen werde, nehme man sich Zeit, um alle möglichen Maßnahmen zu prüfen. Zum 1. Januar 2015 werde es in der Grafttherme definitiv keine Preiserhöhung geben, sagte Britta Fengler, Sprecherin der Stadtwerke Delmenhorst, gestern auf Nachfrage.

Die ursprünglich beabsichtigte Preiserhöhung im Saunahuus wegen des neuen Außenbeckens ist damit nicht vom Tisch: Darüber wollen Politik und Verwaltung nun im Rahmen der Haushaltsberatungen 2016 diskutieren. Dann könnte es auch um die Einführung eines Wochenendtarifs gehen. Finanzielle Auswirkungen für den Haushalt ergeben sich aus der kurzfristigen Verteuerung übrigens nicht, weil die Vorsteuer ein durchlaufender Posten ist, den die Gemeinde immer direkt an das Finanzamt abführt.

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