20 Teilnehmer starteten am Wochenende den Lehrgang zum „Wildnispädagogen“ Im Einklang mit Natur und Gemeinschaft

Bereits zum zehnten Mal veranstaltet die Wildnisschule Wildeshausen in Kooperation mit der Volkshochschule Bremen in diesem Jahr die Fortbildung „Natur- und Wildnispädagogik“. Für diese Schulung sind Naturfreunde aus ganz Deutschland angereist. Am Eröffnungswochenende standen besonders die Gruppendynamik und das gegenseitige Kennenlernen im Vordergrund.
12.03.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Im Einklang mit Natur und Gemeinschaft
Von Esther Nöggerath

Bereits zum zehnten Mal veranstaltet die Wildnisschule Wildeshausen in Kooperation mit der Volkshochschule Bremen in diesem Jahr die Fortbildung „Natur- und Wildnispädagogik“. Für diese Schulung sind Naturfreunde aus ganz Deutschland angereist. Am Eröffnungswochenende standen besonders die Gruppendynamik und das gegenseitige Kennenlernen im Vordergrund.

Das Leben in und mit der Natur, Überlebenstraining, Spurenlesen und Pflanzenkenntnis sind nur ein Teil der Weiterbildung „Natur- und Wildnispädagogik“, die von der Wildnisschule Wildeshausen und der Bremer Volkshochschule veranstaltet wird. Es geht bei dem Lehrgang auch darum, eigene Leitungskompetenzen zu entwickeln, Gruppenprozesse zu verstehen und Konfliktmanagement zu erlernen.

„Was bei uns die Leute anzieht, ist die Kombination aus Naturerleben und Gemeinschafsbezug“, sagt Myriam Kentrup. Sie leitet gemeinsam mit Judith Wilhelm den Lehrgang, den die beiden in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal anbieten und betreuen. Maximal 20 Teilnehmer können den Kurs besuchen. Die Nachfrage für die Weiterbildung ist groß: Sogar Wartelisten habe es schon gegeben, erzählt Kentrup.

Das miteinander Sein und voneinander Lernen steht in der Fortbildung „Natur- und Erlebnispädagogik“ in Wildeshausen besonders im Fokus. Ein Schwerpunkt, für den die Teilnehmer auch einen längeren Anreiseweg auf sich nehmen. In diesem Jahr sind beispielsweise Naturliebhaber aus Osnabrück, Münster und Verden ins Tagungshaus Mikado nach Harpstedt gekommen.

Anke Kurr-Brosig hatte mit der Anreise aus Fürth den längsten Weg. Natürlich gibt es auch in Süddeutschland einige Wildnisschulen, aber alle haben andere Angebote und Schwerpunkte, erzählt die Fürtherin. „Das Programm hier hat mir einfach am meisten zugesagt.“ Anke Kurr-Brosig gibt in ihrer Heimat verschiedene Erlebnisseminare und Kurse zum Thema Natur und Kompost. Die Fortbildung zur Wildnispädagogin macht sie in erster Linie für sich, kann aber viele der Ideen und Eindrücke auch für ihre Arbeit nutzen.

„Wir haben dieses Mal eine sehr vielseitige Gruppe“, erzählt Kursleiterin Judith Wilhelm. Die Altersspanne reicht von 20 bis über 50, einige der Teilnehmer arbeiten in Waldkindergärten, es gibt aber auch Teilnehmer aus der Geschäftswelt. Dementsprechend haben die 20 Kursmitglieder auch ganz unterschiedliche Vorkenntnisse. Am Eröffnungswochenende stand das Kennenlernen im Fokus: Die Gruppe bewältigte viele Aufgaben zur Teamentwicklung und Kommunikation, wie beispielsweise das alphabetische Einreihen nach Namen auf einem Baumstamm, ohne davon abzusteigen. „Die Gruppe ist sehr stark zusammengewachsen“, freut sich Myriam Kentrup.

Mit dem Wetter hatten die Wildnisfreunde in diesem Jahr auch Glück, bei der vorherigen Fortbildung haben die Kursleiterinnen mit ihren Gästen am ersten Wochenende noch im Schnee gestanden. Dieses Jahr konnten sie bereits barfuß durch den Wald laufen und abends gemütlich am Lagerfeuer sitzen. Untergebracht sind die Teilnehmer an den ersten beiden Wochenenden im Tagungshaus Mikado, danach schlafen sie in Zelten oder Tipis unter freiem Himmel. Insgesamt sieben Wochenenden umfasst die Fortbildung, die noch bis Anfang November gehen wird, ehe die Gruppenmitglieder als zertifizierte Natur- und Wildnispädagogen auseinandergehen werden.

„Ich will gar nicht mehr hier weg“, sagt Kira Baturin, die bereits das zweite Mal an dem Lehrgang teilnimmt – dieses Mal jedoch als Assistentin. „Das ist wie ein zweites Zuhause für mich geworden.“

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