Perspektive nach Großbrand

Wohnen auf dem Gelände der ehemaligen Kunststofffabrik

Dort, wo Ende September eine Lagerhalle in Flammen stand, könnte ein Wohngebiet entstehen. Der Planungsausschuss berät an diesem Dienstag übers Wohnen am Dummbäketal an der Oldenburger Landstraße.
15.03.2021, 15:11
Lesedauer: 2 Min
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Wohnen auf dem Gelände der ehemaligen Kunststofffabrik
Von Gerwin Möller
Wohnen auf dem Gelände der ehemaligen Kunststofffabrik

Die Eigentümer-Gesellschaft gibt für das Grundstück an der Oldenburger Landstraße nach und nach Bodensanierungen in Auftrag. Das Grundstück ist auch durch seine Vornutzung stark kontaminiert.

Ingo Möllers

Unter der Bezeichnung „Dummbäketal" soll für das Grundstück der ehemaligen Kunststofffabrik "Plexi-Möller" ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Schon vor über 20 Jahren hatte der damalige Eigentümer Interesse an einer Nutzungsänderung vorgebracht. 2003 folgte dann ein konkreter Antrag auf die Festlegung als Wohngebiet. Durch den Großbrand einer Halle auf dem noch immer gewerblich genutzten Gelände im vergangenen September bekommt das Thema neue Nahrung. Auf der rund 40.000 Quadratmeter großen Fläche, die sich heute im Eigentum der Stern-Immobiliengesellschaft befindet, haben sich Kleinbetriebe des Kfz-Handwerks angesiedelt. Eine kürzlich bodensanierte Freifläche soll Seecontainern als Lagerareal dienen. Aus der Nachbarschaft, insbesondere an der Oldenburger Landstraße, wird gleichzeitig über Lärmbelästigung geklagt. Zudem wird vor einer Kontamination der umliegenden Grundstücke durch eine angeblich nicht sachgerechte Ableitung der Oberflächengewässer geklagt.

Der Planungsausschuss berät an diesem Dienstag, ab 17 Uhr in öffentlicher Sitzung, ein Planverfahren einzuleiten. Umschlossen von Wohnbebauung, mit einer guten Anbindung an Landes- und Bundesstraßen sowie insbesondere an die A 28 sowie die Stadtrandlage im Übergang zur freien Landschaft ergäben ideale Voraussetzungen zur Entwicklung eines Wohngebiets. Es soll ein Wohngebiet ausgewiesen werden, welches von der Oldenburger Landstraße erschlossen wird. Der Bebauungsplan soll verschiedene Wohnformen erlauben, darunter das Einfamilienhaus in Form von Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern sowie Geschosswohnungen. So werde für verschiedene Bedarfe Wohnraum geschaffen.

Der Bebauungsplan soll die zugehörigen Erschließungsflächen für den Verkehr ausweisen. Ebenso sollen private und öffentliche Grünflächen im Nahbereich der Dummbäke sowie ein Kinderspielplatz in der Planung vorgesehen werden. Grundlage für den Bebauungsplan soll ein noch zu erarbeitendes städtebauliches Konzept sein. Ferner sind begleitende Fachgutachten zu den Themen Naturschutz und Entwässerung zu erarbeiten. Die Altlastensituation sei vom Eigentümer zu erkunden. Danach sei ein Sanierungskonzept zu erarbeiten und dessen Durchführung sicherzustellen.

Zur Sitzung wird in die Markthalle eingeladen, über die Internetseite der Stadt gibt es auch einen Link, um die Beratung online verfolgen zu können.

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