Verwaltung mischt sich ein

Sponsoring einheitlich regeln

Eine Sponsoring-Regel soll nicht für jede einzelne Gesellschaft mit Stadtbeteiligung unterschiedlich angewendet werden, die Verwaltung will der Politik eine generelle Regelung vorschlagen.
24.03.2021, 16:28
Lesedauer: 1 Min
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Sponsoring einheitlich regeln
Von Gerwin Möller
Sponsoring einheitlich regeln

Für Unternehmen mit städtischer Beteiligung sollte nach Ansicht der Verwaltung eine einheitliche Sponsoring-Regel gelten.

Ingo Möllers

Bereits im vorigen November hatte der Stadtrat für Unternehmen, an denen das Rathaus eine Beteiligung von mehr als 50 Prozent hält, Vorgaben zur Transparenz und gegen Korruption beschlossen. Zusätzlich zu den städtischen Compliance-Richtlinien gelten Verabredungen zu Sponsoring-Aktivitäten dieser Gesellschaften und Eigenbetriebe.

Sponsoring dient auch dazu, durch Werbung den eigenen Bekanntheitsgrad sowie das Image von Unternehmen zu fördern. Für die GSG Wohnungsbaugesellschaft stand vergangenen Freitag auf der Tagesordnung einer Aufsichtsratssitzung, dem Geschäftsführer zu erlauben, über eine gewisse Sponsoringsumme eigenmächtig entscheiden zu können (wir berichteten). Bis zu einer Höhe von 2000 Euro jährlich sollte dies in seiner alleinigen Verantwortung liegen. Kommunalpolitiker sprachen darüber im Wirtschaftsausschuss. Dort wurde die Befürchtung geäußert, dass dadurch eine Umgehung des verlangten Vier-Augen-Prinzips passiere und Tür und Tor für weitere Aufweichungen geöffnet würden.

„Aus Sicht der Verwaltung sollten eventuelle Anpassungen oder Konkretisierungen einzelner Compliance-Vorgaben nicht auf Gesellschaftsebene behandelt werden", erklärte nun Markus Pragal, Erster Stadtrat, auf Nachfrage des DELMENHORSTER KURIER. Auf Inhalte von Aufsichtsratssitzungen gehe man nicht ein. Im Hinblick auf eine einheitliche Vorgehensweise halte die Verwaltung aber eine politische Abstimmung über Regeländerungen in den zuständigen Gremien der Stadt Delmenhorst für angemessen.

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