Geschichten über Tiere in der Stadt Kegel liestbei Jünemann

Delmenhorst. "Tiere in der Stadt. Eine Naturgeschichte" heißt das aktuelle Buch von Bernhard Kegel, der gerade am Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK) arbeitet. Am Mittwoch, 27. Juni, wird er ab 19 Uhr aus seinem Werk vorlesen, und zwar in der Buchhandlung von Sabine Jünemann an der Langen Straße 37. In dem Buch erzählt Kegel davon – der Titel lässt es einen eh schon ahnen –, wie sich Tiere einen Lebensraum in der Stadt erobert haben.
11.06.2013, 05:00
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Delmenhorst. "Tiere in der Stadt. Eine Naturgeschichte" heißt das aktuelle Buch von Bernhard Kegel, der gerade am Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK) arbeitet. Am Mittwoch, 27. Juni, wird er ab 19 Uhr aus seinem Werk vorlesen, und zwar in der Buchhandlung von Sabine Jünemann an der Langen Straße 37. In dem Buch erzählt Kegel davon – der Titel lässt es einen eh schon ahnen –, wie sich Tiere einen Lebensraum in der Stadt erobert haben.

Fakt ist zum Beispiel: Nirgendwo lassen sich so viele heimische Vogelarten auf so kleiner Fläche wie in Berlin beobachten, schon gar nicht in freier Natur. Was natürlich Fragen aufwirft: Sind Städte zu Oasen geworden? Verkommt das Land zur Agrarwüste? Und was sagt die städtische Artenvielfalt über die Qualität der Lebensräume in Stadt und Land aus? Kegel beantwortet diese Fragen nicht aus einer elitären Forscherperspektive, sondern im Plauderton des guten Biologielehrers im Cord-Jackett.

Das er das so kenntnisreich kann, liegt an Kegels Grenzgängertum, er ist forschender Literat, aber auch literarisierender Forscher. Kegel war in seinem früheren Leben schon einmal Wissenschaftler, arbeitete als promovierter Biologe, mittlerweile ist er Autor – und schreibt wissenschaftsnahe Bücher. Von daher war er der perfekte Kandidat als Fellow am HWK, in diesem Fall als "Writer in Residence", als es darum ging, das Kunstprojekt "Fiction Meets Science" zu starten. In Kooperation mit den Universitäten Bremen und Oldenburg soll in Delmenhorst die Darstellung von Wissenschaften und Wissenschaftlern in der Literatur erforscht werden. Während seines Aufenthaltes am HWK arbeitet er für die Erstellung seines neuesten Romans eng mit dem Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT) zusammen. Und vor Antritt seines Fellowships hatte er Gelegenheit, an Expeditionen ins Schwarze Meer und auf die Galapagos-Inseln teilzunehmen.

Wer Kegel gern schon diese Woche hören will, kann das am Freitag, 14. Juni, um 17.30 Uhr tun, muss dafür aber nach Bremerhaven zum Festival "Odyssee: Klima" fahren. Er liest dort in der Klima-Zelt-Stadt.

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