HSG Delmenhorst und Initiative „Plant for the Planet“ organisierten Akademie mit Pflanzaktion / Claudia Kemfert als Schirmherrin dabei Kinder werden zu Botschaftern in Sachen Klimaschutz

Kinder pflanzen Bäume und werden zu Botschaftern in Sachen Klimaschutz. Diese Idee stand hinter der Kinderakademie, an der am Sonnabend 43 Jungen und Mädchen zwischen acht und 14 Jahren teilgenommen haben. Mit Unterstützung der Schülerinitiative "Plant for the Planet" beschäftigten sich die Kinder im Kleinen Haus mit Fragen rund um Klimawandel und Umweltschutz. Am Nachmittag wurden in der Graft fünf Birken gepflanzt. Die Handballspielgemeinschaft (HSG) Delmenhorst hatte die Aktion angeschoben.
06.05.2013, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Kinder pflanzen Bäume und werden zu Botschaftern in Sachen Klimaschutz. Diese Idee stand hinter der Kinderakademie, an der am Sonnabend 43 Jungen und Mädchen zwischen acht und 14 Jahren teilgenommen haben. Mit Unterstützung der Schülerinitiative "Plant for the Planet" beschäftigten sich die Kinder im Kleinen Haus mit Fragen rund um Klimawandel und Umweltschutz. Am Nachmittag wurden in der Graft fünf Birken gepflanzt. Die Handballspielgemeinschaft (HSG) Delmenhorst hatte die Aktion angeschoben.

VON ANTJE RICKMEIER

Delmenhorst. Wie man es schafft, mit Spielfiguren und Bonbons die Verteilung der Bevölkerung und des Reichtums auf der Erde deutlich zu machen, haben rund 40 Kinder in Delmenhorst erlebt. In kleinen Gruppen saßen die Jungen und Mädchen am Sonnabend im Kleinen Haus über Weltkarten gebeugt. Ihre Aufgabe war es, mit Spielfiguren zu kennzeichnen, auf welchen Kontinenten die meisten Menschen leben. Dass allein sechs der zehn Figuren ihren Platz auf den Umrissen Asiens fanden, sorgte für Erstaunen. Und als es dann mit Bonbons um die Verteilung des Reichtums ging, war die Überraschung nicht weniger groß: Denn jeweils drei Bonbons landeten auf Europa, Nordamerika und Asien. Luftballons verdeutlichten anschließend, dass dort auch das meiste CO2 ausgestoßen wird.

Mit Aktionen, bei denen die Kinder spielerisch aktiv werden konnten, machten die Helfer der Organisation "Plant for the Planet" die Probleme rund um den Klimawandel anschaulich. Dabei waren die Moderatoren selbst gar nicht viel älter als die Teilnehmer. Dazu gehörte die 18-jährige Lione Stienecke: Die Schülerin aus der Nähe von Cuxhaven engagiert sich in einer kleinen Regionalgruppe für "Plant for the Planet". "Jeder sucht sich eine Aufgabe. Wir gehen auf Märkte oder halten Vorträge", beschrieb sie ihr Engagement. Auch Puppentheater für Kinder und "Pflanzpartys" gehören zu den Aktionen, mit denen die jungen Mitglieder auf Umweltfragen aufmerksam machen. Die Schülerinitiative, die 2007 von dem damals neunjährigen Felix Finkbeiner ins Leben gerufen worden wurde, setzt auf Kinder als Botschafter für Klimagerechtigkeit. Die Jungen und Mädchen in Delmenhorst bekamen deshalb am Sonnabend auch ein Rhetorik-Training. "Damit sie selber in der Schule aktiv werden und vielleicht einen Vortrag halten können", sagte Lione Stienecke.

Direkt in Delmenhorst etwas für die Umwelt und den Klimaschutz tun – diese Idee steckte hinter der Kinderakademie, die die Handballspielgemeinschaft (HSG) organisiert hatte. Zum Programm gehörte auch eine Pflanzaktion. In den Graftanlagen gruben die Kinder fünf Birken in die Erde ein. Mit dabei war Professorin Claudia Kemfert, die die Schirmherrschaft für die Kinderakademie übernommen hatte. Die gebürtige Delmenhorsterin, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt am Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin, lobte den "Symbolcharakter" der Aktion. Beim Pflanzen wurden die Kinder vom Baubetriebshof der Stadt unterstützt, und auch Oberbürgermeister Patrick de La Lanne war dabei.

Mit der Initiative "Bäume für die Graft" reagiert die HSG auf die Tatsache, dass in den Graftanlagen wegen des hohen Wasserstands rund 600 Bäume gefällt werden mussten. "Es geht um die Idee, dass jeder einzelne etwas tun kann", sagte Jens Hafemann. Das Engagement der Sportler soll aber nicht nur der Umwelt helfen. "Wir wollen die Identifikation zur Stadt stärken. Denn es gibt dort auch schöne Sachen." Dazu gehöre die Graft: "Es lohnt sich, für den Stadtpark zu kämpfen." Den Kindern, die zu "Botschaftern für Klimagerechtigkeit" ernannt wurden, ist die Wichtigkeit des Umwelt- und Klimaschutzes längst klar. "Ich möchte mehr für die Umwelt tun", meinte die zehnjährige Cecile Amling. Unter den Teilnehmern waren auch Schüler der Grundschule Schierbrok. An der "Umweltschule" sollen die Erkenntnisse aus der Kinderakademie in den Unterricht und besondere Projekte einfließen.

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