Oldenburger Kammerorchester gastiert in St. Elisabeth / Einlage mit Gesang zur Laute Klangfarben aus vier Jahrhunderten

Hude. „Sechsstimmig verwobene, malerische Klänge von Richard Strauss, goldener Barock aus dem sonnigen Italien von Arcangelo Corelli, schwermütige englische Renaissancemelodien von John Dowland und zum Abschluss ein quecksilbriges Jugendwerk von Felix Mendelssohn Bartholdy“ – so kündigt das Oldenburger Kammerorchester ein Konzert unter dem Titel „Klangfarben“ an diesem Freitag, 11. November, ab 19.
09.11.2016, 00:00
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Von Ute Winsemann

Hude. „Sechsstimmig verwobene, malerische Klänge von Richard Strauss, goldener Barock aus dem sonnigen Italien von Arcangelo Corelli, schwermütige englische Renaissancemelodien von John Dowland und zum Abschluss ein quecksilbriges Jugendwerk von Felix Mendelssohn Bartholdy“ – so kündigt das Oldenburger Kammerorchester ein Konzert unter dem Titel „Klangfarben“ an diesem Freitag, 11. November, ab 19.30 Uhr in der St.-Elisabeth-Kirche an. Vier Werke decken dabei vier Jahrhunderte und damit auch sehr verschiedene musikalische Stile ab. Zum Aufführungsort, der gotischen Torkapelle des ehemaligen Zisterzienserklosters, merkt das Orchester an, dass am bemalten Kreuzrippengewölbe passend zum Martinstag der Heilige beim Teilen seines Mantels zu entdecken ist.

Das Programm beginnt mit einem Streichsextett aus dem „Capriccio“ op. 85, der letzten Oper von Richard Strauss. Von dessen Entstehungszeit 1942, also mitten im Zweiten Weltkrieg, geht es dann mal eben mehr als 200 Jahre zurück ins Jahr 1714, als Arcangelo Corelli sein von der Orchester-Sprecherin als „feierlich-golden“ charakterisiertes Concerto grosso op. 6/3 in c-Moll geschrieben hat. Noch ein gutes Jahrhundert eher war melancholische Stimmung beim höfischen Publikum in Mode. Dem entsprechen auch die 1604 von John Dowland, einer Ikone des elisabethanischen Zeitalters, symbolisch vergossenen „Lachrimae or Seaven Teares“. Die fallenden Tränen, symbolisiert durch vier langsam abfallende Noten in Moll, dieses ursprünglich für Gambenkonsort komponierten Werkes werden vorweg in ihrer allerersten Fassung als zur Laute gesungenes Lied vorgestellt. „Ganz die passende Stimmung zum Volkstrauertag an diesem Novemberwochenende“, heißt es in der Ankündigung. Doch zum Schluss gibt es mit den schnellen Läufen der Mendelssohn-Bartholdy-Streichersinfonie Nr. X in h-Moll aus dem Jahr 1823 optimistisch leuchtende Klangfarben mit auf den Heimweg. Damit wird zugleich dem Alterswerk vom Beginn des Programms eine Komposition mit jugendlichem Ungestüm gegenübergestellt.

Die musikalische Leitung hat Marc Froncoux. Der Cellist der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen ist seit gut fünf Jahren Chef des Streichorchesters aus ambitionierten Amateuren. Der Eintritt ist frei, es wird aber um Spenden gebeten.

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