Kulturkreis stellt Veranstaltungen der nächsten Saison vor / Auftakt noch vor den Ferien beim „Huntesommer“ Kooperation als roter Faden im Programm

Wildeshausen. Normalerweise stellt der Kulturkreis Wildeshausen sein Programm für die nächste Saison erst im August vor. Normalerweise beginnt die Saison allerdings auch erst im Spätsommer.
03.07.2015, 00:00
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Ute Winsemann

Normalerweise stellt der Kulturkreis Wildeshausen sein Programm für die nächste Saison erst im August vor. Normalerweise beginnt die Saison allerdings auch erst im Spätsommer. Diesmal dagegen steht die erste Veranstaltung noch vor den Ferien an: Beim „Huntesommer“ auf der Burgwiese ist auch der Kulturkreis mit von der Partie. Sein Beitrag zu dem Freiluft-Spektakel ist das inklusive Theater des Blauschimmel-Ateliers aus Oldenburg mit Masken und Tanz zum Thema Wasser am Sonnabend, 18. Juli, ab 17 Uhr.

Die Beteiligung an der Veranstaltung, bei der unter der Federführung der Diakonie Himmelsthür und des Stadtmarketings diverse weitere Vereine und Einrichtungen mitmachen, ist laut Kulturkreis-Sprecher Horst Strömer zugleich der Anfang eines roten Fadens, der sich durch das Programm zieht. Und der heißt Kooperation: Bei mehreren weiteren Vorhaben arbeitet der Kulturkreis jeweils mit unterschiedlichen Partnern zusammen. „Das entspricht nicht zuletzt unserem Anliegen, die kulturellen Anbieter in der Stadt unter einem Dach zu bündeln“, sagte Strömer. Dieser Anspruch spiegele sich außerdem darin wider, dass in dem jetzt überall ausgelegten Programmheft auch wieder die Aktivitäten verschiedener anderer Anbieter, vom Bürger- und Geschichtsverein bis zu den Jazzfreunden, zu finden sind.

Bei der zweiten Veranstaltung, gefühlt der ersten in der eigentlichen Saison, kommt – neben der Alexanderkirche als Veranstaltungsort – auch eine über Wildeshausen hinausgehende Institution hinzu: Die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) hat dem Kulturkreis ein Konzert im Rahmen der Niedersächsischen Musiktage angeboten, die von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung veranstaltet werden. „Da war unsere Tür natürlich weit offen“, sagte der Kulturkreis-Vorsitzende Werner Stommel. Also heißt es am Sonnabend, 19. September, „Auf in neue Welten“. Unter diesem Titel präsentieren die Sopranistin Patricia Petibon, Joel Grape (Schlagwerk), Pierre Hamon (Flöte und Dudelsack) und das Barockorchester „La Creta“ aus Basel ein Programm, das irgendwo zwischen Kammermusik, Folklore und Barock changiert und mit dieser ungewöhnlichen Mischung dem diesjährigen Musiktage-Motto „Abenteuer“ genügen dürfte.

Vertrauter wird es am Sonnabend, 3. Oktober, wiederum in der Alexanderkirche mit dem Jubiläumskonzert zum 25-jährigen Bestehen des Gospelchors „Joyful Voices“ unter Leitung von Ralf Grössler. Mit einem Gastspiel der „Grenzgänger“ aus Bremen am Sonntag, 11. Oktober, begibt sich der Kulturkreis dagegen in eher ungewohnte Gefilde: Für das Programm „Maikäfer, flieg“ hat das Quartett Volkslieder aus dem Ersten Weltkrieg ausgegraben.

Klassisch geht es im neuen Jahr am Sonnabend, 16. Januar, mit dem Aris-Quartett und dem Klarinettisten Thorsten Johanns weiter. Den international anerkannten Musikern folgt am Sonnabend, 12. März, das Trio Encanto, das sich aus dem Umfeld der hiesigen Musikschule rekrutiert. Denn „wir sollten nicht vergessen, dass wir vor unserer Haustür Leute haben, die wirklich gut musizieren“, meinte Werner Stommel.

Im Theaterbereich hat der Kulturkreis für Sonntag, 15. November, erneut den Schauspieler Peter Bause von den Hamburger Kammerspielen eingeladen, der bereits vor zwei Jahren mit einem Solo-Stück in der Stadt zu Gast war. Diesmal spielt er eine „satirisch-paradoxe Kritik am Bürokratismus der Nationalsozialisten“, wie Horst Strömer das Stück „Die Judenbank“ umriss. Auch eine Lesung ist wieder geplant. Bei der Auswahl von Michael Kleeberg, der am Sonnabend, 13. Februar, aus seinem Roman „Vaterjahre“ vorträgt, fühlt sich der Kulturkreis nicht zuletzt dadurch bestätigt, dass der Schriftsteller gerade mit dem Friedrich-Hölderlin-Preis ausgezeichnet wurde.

Musik und Tanz verbindet schließlich eine weitere Kooperation: Am Sonntag, 20. Februar, zeigt der Kulturkreis im Lili-Servicekino auf der großen Leinwand eine Aufzeichnung von Peter Tschaikowskis „Nussknacker“ mit dem Bolschoi-Ballett.

Karten für alle Veranstaltungen sollen in Kürze in den Wildeshauser Buchhandlungen zu haben sein. Daneben weist der Kulturkreis besonders auf seine Abonnements hin. Dafür kann man sich beliebige Veranstaltungen zusammenstellen, ab drei gibt es 15 und ab fünf sogar 20 Prozent Rabatt. Ausnahmen sind das Konzert im Rahmen der Musiktage und das Konzert mit den Joyful Voices, auch sie zählen jedoch mit, wenn es um die reine Anzahl geht.

Entspannte Einstimmung auf die Saison: Gudrun Micheler, Elisabeth Brons, Werner Stommel (von links) und Horst Strömer (rechts) vom Kulturkreis Wildeshausen und Christian Hollander von der Landessparkasse zu Oldenburg als Kooperationspartner stellten das Programm vor. FOTO: JANINA RAHN

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+