Delmenhorster Verein Dialogos Delmenhorster erinnern an Kriegsverbrechen

Der griechisch-deutsche Kulturverein „Dialogos“ aus Delmenhorst pflegt zu zwei Dörfern im Norden von Griechenland eine besondere Beziehung. Sie erinnern an Massaker der deutschen Wehrmacht.
18.07.2022, 16:13
Lesedauer: 3 Min
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Delmenhorster erinnern an Kriegsverbrechen
Von Gerwin Möller

Die Taten liegen schon sehr lange zurück. In den beiden griechischen Dörfern Pirgi und Messovouno im Nordosten des Landes haben deutsche Soldaten während des Zweiten Weltkrieges schreckliche Verwüstungen angerichtet. Ihren Massakern fielen etwa 580 Einwohner – Frauen, Kleinkinder und alte Menschen – zum Opfer. "Diese Verbrechen der Jahre 1941 und 1944 blieben bis heute ungesühnt", sagt Trifon Kechagias. Jahrzehntelang sei weder in Griechenland, noch in Deutschland das Geschehene aufgearbeitet worden. Kechagias gehört zu den Gründern des Delmenhorster Vereins "Dialogos". Seit 2009 weiß man unter Aktiven in Delmenhorst von den Kriegsverbrechen der deutschen Wehrmacht. Vereinsmitglieder stehen seitdem in Kontakt mit Menschen der beiden Dörfer in der Nähe zu Thessaloniki, etwa drei Flugstunden entfernt von Bremen. Kechagias stellt auch einen persönlichen Bezug her, er wurde im griechischen Ptolemaida geboren und hat in Bremen studiert. Der 60-Jährige arbeitete früher in Osterholz-Scharmbeck und aktuell in Delmenhorst als Mathematiklehrer.

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