Von den bereitstehenden 5000 Euro wurden nur 3200 abgerufen Kulturinitiativen schöpfen Fördertopf nicht voll aus

Delmenhorst. Es war ein kleiner Triumph für die Kulturpolitik in der Stadt. Denn das Diktum „Wir haben doch kein Geld“, das das Mantra einer jeder Haushaltsberatung in der Stadt ist, wurde plötzlich ganz leise, als es darum ging, der freien Kulturszene einen winzigen Fördertopf hinzustellen.
07.01.2016, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Andreas D. Becker

Es war ein kleiner Triumph für die Kulturpolitik in der Stadt. Denn das Diktum „Wir haben doch kein Geld“, das das Mantra einer jeder Haushaltsberatung in der Stadt ist, wurde plötzlich ganz leise, als es darum ging, der freien Kulturszene einen winzigen Fördertopf hinzustellen. Aber immerhin: Es gab auf einmal wieder einen Fördertopf. 5000 Euro stehen im Haushalt, „Zuschuss an freie Kulturinstitutionen“ ist der Posten umschrieben. Aber offenbar war die Summe gut gewählt, laut Kulturbüro wurden 2015 „Fördergelder in Höhe von 3200 Euro bereitgestellt“.

Den größten Batzen sicherte sich demnach der Heimatverein, der gleich für zwei Projekte erfolgreich eine Unterstützung beantragt hat: Für das jährlich erscheinende Heimatjahrbuch gab es einen Druckkostenzuschuss in Höhe von 500 Euro, zudem wurden für die Erstellung eines Rathausmodells 1000 Euro bewilligt.

Auch die jüdische Gemeinde hat zwei Anträge gestellt und insgesamt 700 Euro Förderung für ihre Kulturarbeit erhalten. Mit 200 Euro wurde der Chor „Ensemble Shalom“ unterstützt, 500 Euro flossen in die Förderung der öffentlichen Bibliothek des jüdischen Kulturzentrums. „Die Mittel für die Förderung der Bibliothek wurden allerdings auf einer Haushaltsstelle der städtischen Bücherei bereitgestellt und nicht aus der Haushaltsstelle ,Zuschuss an freie Institutionen’ gezahlt“, erklärt Kulturbüro-Mitarbeiterin Christina Schiffmann

Noch drei weitere Kulturinitiativen hatten sich um Geld beworben und es auch bekommen. Für das Projekt „Kunst integriert“ von Ute Meyerdierks wurde ein Zuschuss in Höhe von 600 Euro gewährt. Außerdem erhielt der Verein „Proszenium“ einen Zuschuss in Höhe von 250 Euro für die Gebühren der Raumnutzung an der Grundschule Iprump. Und der Kulturkreis Delmenhorst bekam 150 Euro für die Ausstellung „Recycling“.

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