Förderverein ruft zu Spenden für die Suppenküche in der Partnerstadt auf Letten bitten um Hilfe

Stuhr·Sigulda. Der Förderkreis Stuhr-Sigulda sammelt wieder Spenden für die Suppenküche in der lettischen Partnerstadt. "Für die ärmsten Menschen in Lettland kann die kalte Jahreszeit lebensbedrohliche Auswirkungen haben", erklärt Adolf Assling vom Vorstand des Fördervereins. In der Stadt Sigulda sei die Lage zwar nicht so schlimm, aber in den umliegenden Dörfern seien gerade viele ältere Frauen dringend auf Hilfe angewiesen.
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Letten bitten um Hilfe
Von Claudia Ihmels

Stuhr·Sigulda. Der Förderkreis Stuhr-Sigulda sammelt wieder Spenden für die Suppenküche in der lettischen Partnerstadt. "Für die ärmsten Menschen in Lettland kann die kalte Jahreszeit lebensbedrohliche Auswirkungen haben", erklärt Adolf Assling vom Vorstand des Fördervereins. In der Stadt Sigulda sei die Lage zwar nicht so schlimm, aber in den umliegenden Dörfern seien gerade viele ältere Frauen dringend auf Hilfe angewiesen.

Die Spendenaktion geht in diesem Winter ins dritte Jahr. "Doch die wirtschaftliche Lage ist seit dem Krisenjahr 2008 unverändert schlecht", sagt Assling zum Hintergrund der Aktion. Lettland sei von der Wirtschaftskrise gebeutelt, auch die Kommune Sigulda sei hoch verschuldet und hätte bereits viele Mitarbeiter entlassen müssen. Deshalb könne die Kommune kein eigenes Budget für eine Aktion wie die Suppenküche bereitstellen.

Gerade die alten, kranken und schwachen Menschen bräuchten aber Unterstützung. "Heizmaterial ist der Kosten wegen Mangelware", so Assling. Die Häuser in den ländlichen Bereichen von Sigulda würde sich oft in einsamer Lage befinden und seien schlecht bis gar nicht isoliert. Häufig würden in den Häusern alte Frauen leben, die auch nicht mehr mobil seien. Dazu komme der harte Winter in Lettland. "Er dauert lange und ist deutlich heftiger als hier bei uns", sagt Assling. Temperaturen bis minus 20 Grad seien keine Seltenheit. Der Bürgermeister von Sigulda, Ugis Mitrevicz, habe deshalb sogar darum gebeten, die Aktion auch in diesem Winter wieder anzubieten.

"Seit 2009 gibt es deshalb eine fahrende Suppenküche, die sich nicht zuletzt wegen der Spendenfreude der Stuhrer zu einer erfolgreichen Aktion entwickelt hat", sagt Assling und dankt in diesem Zusammenhang allen Spendern der vergangenen beiden Jahre. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Suppenküche seien zwischen November bis März/April unterwegs. Etwa zweimal wöchentlich würden so die ärmeren Menschen der Bevölkerung mit einer warmen Mahlzeit versorgt. Assling betont, dass die Spenden aus Deutschland zu 100 Prozent der Suppenküche zugute kommen. "Es entstehen keine Verwaltungskosten. Wir überweisen das Geld direkt an unseren Partnerverein in Lettland", sagt er. Ausgegeben werde die Suppe nur an Menschen, die auch tatsächlich bedürftig sind.

2009 war er zusammen mit weiteren Mitgliedern des Fördervereins mit Edgar Wöltje, Fachdienstleiter Kultur und Städtepartnerschaften bei der Gemeinde Stuhr, selbst vor Ort, um sich ein Bild von der Situation und der Verteilung der Suppe zu machen. "Wir haben uns davon überzeugt, dass die Spenden an der richtigen Stelle ankommen", sagt er. Dabei habe er aber auch die Erfahrung gemacht, dass es für viele Menschen eine große Überwindung ist, die Hilfe der Suppenküche in Anspruch zu nehmen. "Viele Leute haben geweint und sich weggedreht", schildert Assling die Erlebnisse und erklärt: "Man muss sich ja auch vorstellen, dass viele Menschen ihr Leben lang gearbeitet haben und jetzt auf Almosen angewiesen sind." Edgar Wöltje berichtete damals, dass einige Menschen die Suppe sogar zu Hause noch mit Wasser strecken würden, um länger etwas davon zu haben.

Der Förderverein hat ausgerechnet, dass etwa 5000 Euro nötig sind, um die Suppenküche den Winter über zu finanzieren. Ganz besonders freut sich Assling darüber, dass es in den vergangenen zwei Jahren Menschen gab, die sich jedes Mal mit Spenden beteiligt haben. Aber auch jede noch so kleine Spende sei wichtig. Auch der Bürgermeister von Sigulda und die beiden Fördervereine würden sich herzlich für jede Spende bedanken. Eine Dauereinrichtung soll die Hilfe dennoch nicht sein: "Auf Dauer sollen sie natürlich wieder auf eigenen Füßen stehen", sagt Assling.

Wer für die Suppenküche spenden möchte, sollte das Geld auf das Konto des Förderkreises Stuhr-Sigulda e.V. überweisen (Kontonummer: 1606612000, Bankleitzahl: 29167624, Volksbank Syke, Stichwort: Suppenküche).

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