Historiker geht bei Thema Euthanasie speziell auf Wildeshausen ein Medizin-Morde der Nazis

Wildeshausen (ute). Über die sogenannte Euthanasie im Nationalsozialismus spricht der Oldenburger Historiker Ingo Harms am Dienstag, 17. November, in der Reihe „Geschichte im Rathaus“ des Bürger- und Geschichtsvereins.
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Von Ute Winsemann

Über die sogenannte Euthanasie im Nationalsozialismus spricht der Oldenburger Historiker Ingo Harms am Dienstag, 17. November, in der Reihe „Geschichte im Rathaus“ des Bürger- und Geschichtsvereins. Dabei beleuchtet er auch die Verhältnisse in Wildeshausen.

Zehntausende psychisch kranke, geistig behinderte und sozial auffällige Männer, Frauen und Kinder fielen zwischen 1933 und 1945 der NS-Medizin zum Opfer. Sie wurden sterilisiert oder ermordet. Schon 1933 hatte die Fürsorgebehörde Vollmachten erhalten, um in den Anstalten Pflegekosten durch systematische Unterernährung zu sparen. Dem fielen mehr als 1500 Patienten zum Opfer, darunter auch aus Wildeshausen und Umgebung. Ingo Harms hat die Opfer identifiziert und die Mordmethoden aufgedeckt. In seinem Vortrag will er speziell auf die Situation der Wildeshauser Opfer eingehen. Da es in der Stadt eine Gehörlosenschule und eine Tuberkuloseklinik gab, nimmt er Stellung zu der Frage, ob auch Patienten dieser Einrichtungen von Gewaltmaßnahmen betroffen waren.

Ingo Harms hat zur NS-Euthanasie in der Heil- und Pflegeanstalt Wehnen bei Oldenburg promoviert und wurde im Jahr 2008 an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg habilitiert. Derzeit arbeitet er am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Universität Heidelberg.

Der Vortrag im historischen Rathaus beginnt um 20 Uhr. Der Eintritt beträgt vier Euro.

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