Faschingsumzug in Ganderkesee

Mehr Festwagen als je zuvor

Eine Woche vor dem närrischen Schaulaufen sind die Vorbereitungen weitgehend abgeschlossen. Beim Ganderkeseer Faschingsumzug, der sich am 14. Februar in Bewegung setzt, werden rund 100 Gruppen und knapp 40 Festwagen um den Ring ziehen.
06.02.2015, 12:00
Lesedauer: 3 Min
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Mehr Festwagen als je zuvor
Von Jochen Brünner
Mehr Festwagen als je zuvor

Noch eine Woche bis zum närrischen Schaulaufen 2015: Die Umzugsleiter Ronalt Bachmann und Andreas Vieluf erwarten beim Faschingsumzug am 14. Februar zwar einige Gruppen weniger, dafür aber insgesamt rund 200 Teilnehmer mehr als im vergangenen Jahr.

Ingo Moellers

Noch ist eine Woche Zeit, um im Verborgenen in Scheunen und Lagerhallen die Festwagen und Kostüme für den großen Auftritt beim Fasching um den Ring in Form zu bringen. Der große Festumzug, der sich am Sonnabend, 14. Februar, um 14 Uhr in Bewegung setzen wird, läuft zwar wieder nach dem bewährten Muster ab, dennoch gibt es einige Änderungen im Detail.

Wenn der große Faschingsumzug am Sonnabend, 14. Februar, um den Ring zieht, dann erwarten die beiden Umzugsleiter Ronalt Bachmann und Andreas Vieluf mit etwa 3500 Teilnehmern, darunter 400 Kinder, rund 200 Umzugsteilnehmer mehr als im vergangenen Jahr. 104 Anmeldungen von Gruppen lagen bis Donnerstagabend vor. „Das sind etwas weniger Anmeldungen als im Vorjahr, aber wir beobachten den Trend, dass sich kleinere Fußgruppen mitunter zusammenschließen, um als eine Gruppe mehr Masse im Umzug zu machen“, sagt Bachmann.

Die beiden Umzugsleiter rechnen mit knapp 40 großen Festwagen – so vielen wie nie zuvor. Dabei gehe die Tendenz wieder zu etwas kleineren Wagen, beschreibt Andreas Vieluf die Situation. „Wir begrüßen das sehr, weil die Wagen so die engen Stellen besser passieren können und besser um die Kurven kommen.“ In Bergedorf gibt es in diesem Jahr etwa die Initiative, mit zwei Festwagen am Umzug teilzunehmen. Einige Gruppen würden aber auch nur die nötigsten Informationen preisgeben, um beim Umzug einen möglichst großen Überraschungseffekt zu erzielen. Sechs Gruppen mit mehr als 100 Teilnehmern haben Bachmann und Vieluf auf dem Zettel. Während auf dem Arp-Schnitger-Platz wieder Rainer Schwarting und Stephani Keltsch das Geschehen moderieren, werden sich am Steinacker Gerrit Meyer und Markus Weise in bewährter Manier gegenseitig die Stichwörter liefern.

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Um zu verhindern, dass es bei der Festwagen-Prämierung wie im Vorjahr zu Punktgleichheit kommt, hat die Jury um Dirk Wieting und Elfriede Meyer ihr Punktesystem überarbeitet. „Pro Kategorie wird es jetzt mehr Punkte geben, um die Ergebnisse zu entzerren“, kündigt Wieting an. Nach dem Faschingsumzug 2014 war nämlich die Situation eingetreten, dass die Festwagen aus Bergedorf, Grüppenbühren und Schlutter-Holzkamp-Hoyerswege punktgleich auf dem zweiten Platz gelandet waren. Das Verfahren, die endgültige Rangfolge der Platzierungen auszulosen, hatte für Kritik gesorgt. Sollten nun zwei Gruppen trotzdem auf die gleiche Punktzahl kommen, werde der entsprechende Platz zweimal vergeben. Eine Auslosung werde es nicht mehr geben, sagte Wieting.

Der Eintritt zum Umzug beträgt wie im Vorjahr fünf Euro. Der Ganderkeseer Ortskern ist am Umzugstag ab 11.30 Uhr bis gegen 19 Uhr komplett für den Autoverkehr gesperrt. Der Park-&-Ride-Platz an der Westtangente steht in diesem Jahr übrigens nicht mehr zur Verfügung. Stattdessen haben die Veranstalter auf dem Gelände der Firma Starofit Ersatz geschaffen, wo rund 350 Autos Platz finden. Die Zufahrt erfolgt über die Güterstraße. „Wer dort parkt, muss allerdings darauf achten, dass um 19 Uhr das Tor geschlossen wird. Bis dahin müssen die Fahrzeuge entfernt sein, sonst bleiben sie bis Montagmorgen dort stehen“, sagt Bachmann.

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Das Rote Kreuz koordiniert seine Einsätze diesmal vom Rettungszentrum an der Urneburger Straße aus. Dort ist auch ab sofort der zentrale Verbandsplatz zu finden – nicht mehr an der Pestalozzistraße, wo das DRK in den vergangenen 15 Jahren Quartier bezogen hatte. „Das ist für uns logistisch viel einfacher, und wir haben an der Urneburger Straße auch eine bessere Infrastruktur“, sagt Gerrit Bakenhus vom DRK. Ein weiterer DRK-Container an der Raiffeisenstraße ist ebenfalls dauerhaft mit Rettungskräften besetzt. Insgesamt werden am Umzugstag und in der Nacht danach rund 80 DRK-Helfer im Einsatz sein.

Das Geschehen nach dem Umzug konzertiert sich diesmal auf das große Festzelt an der Raiffeisenstraße sowie auf die Gaststätte Oldenburger Hof. Das „Gantero“ – die Nachfolge-Gastronomie der „Bodega“ – bleibt sowohl am Umzugstag als auch am Rosenmontag geschlossen, dort werde es auch kein zusätzliches Zelt geben, kündigte Marktmeister Dirk Wischhusen an. Zwar hätten sich die Verantwortlichen bemüht, auf dem neuen Markt ein weiteres Zelt zu installieren, allerdings seien die Verhandlungen kurzfristig gescheitert. Dafür können Narren in diesem Jahr aber auch im Schützenhof am Habbrügger Weg am Umzugstag ab 16 Uhr Fasching feiern.

Der Festplatz öffnet am Faschings-Sonnabend um 12 Uhr, am Sonntag um 11 Uhr und am Montag um 15 Uhr. Gerne hätte Wischhusen auch ein richtiges Großfahrgeschäft präsentiert: „Das hätte jedoch alleine mehr Strom benötigt, als auf dem Festplatz verfügbar ist“, begründet er, warum auch in diesem Jahr wieder die bewährten Schaustellern vertreten sein werden, die dem Ganderkeseer Fasching teilweise schon seit Jahrzehnten die Treue halten.

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