Ganderkeseer bei ZDF-Küchenschlacht

Mit Zander und Fischsuppe bis ins Finale

Der Ganderkeseer Mario Broszio hat es bei der ZDF-Kochshow „Die Küchenschlacht“ bis ins Finale geschafft. Dort unterlag der 52-Jährige, weil Juror Alfons Schuhbeck seine Schweinemedaillons als zu hart und das Salatdressing als zu scharf empfand.
12.02.2015, 00:01
Lesedauer: 2 Min
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Mit Zander und Fischsuppe bis ins Finale
Von Jochen Brünner
Mit Zander und Fischsuppe bis ins Finale

Der Ganderkeseer Mario Broszio im Finale der ZDF-Küchenschlacht mit der späteren Siegerin Barbara Kastl, Gastgeber Horst Lichter und Juror Alfons Schuhbeck (vorn).

Markus Hertrich

Der 52-jährige Ganderkeseer Mario Broszio hat es in der vergangenen Woche bei der ZDF-Kochshow „Die Küchenschlacht“ bis ins Finale geschafft. Dort unterlag er jedoch hauchdünn der bayerischen Rentnerin Barbara Kastl aus Erlangen. Viel Spaß hatte Broszio trotzdem.

Am Ende entschieden die Konsistenz der Schweinemedaillons und der Schärfegrad des Salatdressings über Sieg und Niederlage. Und weil Alfons Schuhbeck als prominenter Verkoster die Schweinemedaillons als etwas zu trocken und das Salatdressing als zu scharf empfand, blieb für den 52-jährigen Ganderkeseer Mario Broszio am Ende nur der zweite Platz in der ZDF-Kochshow „Die Küchenschlacht“ mit dem rheinischen Starkoch Horst Lichter. Doch allein die Tatsache, es bis ins Wochenfinale am vergangenen Freitag geschafft zu haben, empfindet Broszio in der Rückschau als Riesenerfolg: „Ich bin da nicht hingefahren, um zu gewinnen“, sagt er.

Seine Freundin hatte den 52-jährigen „leidenschaftlichen Hobbykoch“ bei der „Küchenschlacht“ angemeldet. Das Konzept: Sechs Hobbyköche treten innerhalb einer Woche mit eigenen Rezepten gegeneinander an, die am Ende jeder Sendung von einem prominenten Juror bewertet werden. Jeden Tag scheidet ein Kandidat aus, sodass am Freitag einer Woche noch zwei Kandidaten im Finale übrig bleiben, die dann ein von Lichter vorgegebenes Rezept kochen müssen.

„Dabei hatte ich schon gedacht, dass ich gleich in der ersten Runde rausfliegen würde“, berichtet Broszio. Da war der Ganderkeseer mit einem Zander auf Blattspinat mit Rotweinsoße als „Leibgericht“ angetreten, und Sternekoch Björn Freitag als Juror hatte bemängelt, dass die Haut des Fisches nicht knusprig und die Soße zu flüssig geraten sei, weil er es versäumt habe, den Spinat vorher zu trocknen. Am Ende rettete ihn aber die Tatsache vor dem frühen Ausscheiden, dass Freitag die Chili-con-Carne-Pfannkuchen eines Medizinstudenten aus Köln noch weniger überzeugt hatten.

Mit einer Orangen-Fischsuppe, Chili con Carne mit weißen Bohnen oder dem Klassiker Penne all’Arrabiata kochte sich Broszio bis ins Finale, wo er dann der Rentnerin Barbara Kastl aus Erlangen hauchdünn unterlag.

„Kochen ist meine absolute Leidenschaft“, erzählt Broszio. Obwohl sein Vater Italiener sei und er viele italienische Köche zu seinen Freunden zähle, fühlt er sich aber keineswegs nur der italienischen Küche verbunden. So käme zu Hause auch oft Hausmannskost auf den Tisch, verriet er in der Sendung. Rund 2000 eigene Rezepte hat Broszio inzwischen bereits auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht.

„Die Aufzeichnung im Dezember war schon cool“, meint der Hobbykoch. Die fünf Folgen der Woche wurden an drei Tagen in einem Studio in Hamburg-Altona gedreht – je zweimal am Tag ging es an den Studio-Herd. Nervosität habe er trotz der Kameras nicht verspürt. „Bei der Sendung war ich so aufs Kochen konzentriert, dass ich die ganzen anderen Dinge um mich herum gar nicht wahrgenommen habe“, erzählt Broszio. Und dann sei da ja noch Horst Lichter gewesen, der den Kandidaten mit seiner lustigen Art die verbliebene Angst genommen habe.

„In 35 Minuten etwas Vernünftiges auf die Beine zu stellen, ist gar nicht so einfach. Das sollten auch Gäste in einem anspruchsvollen Restaurant bedenken, bevor sie sich beschweren, dass es wieder mal nicht schnell genug gehe, meint Broszio.

Im „richtigen Leben“ ist Mario Broszio übrigens seit drei Jahren als Reinigungsleiter im Wohnpark am Fuchsberg tätig. „Der Jubel im Speisesaal war schon ziemlich groß“, berichtet Broszio über die Resonanz der Bewohner. Einen Posten als Koch habe ihm die Heimleitung bislang aber noch nicht angeboten. So bleibt Broszios Kochkunst zumindest bis auf Weiteres weitgehend exklusiv der eigenen Freundin vorbehalten.

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