Waldbrandgefahr Mit zunehmender Hitze wird's im Wald brenzlig

Landkreis Oldenburg. Mit der Hitze steigt regelmäßig auch die Waldbrandgefahr. Noch allerdings sei es in der Region nicht besorgniserregend, sagt der Pressesprecher der niedersächsischen Landesforsten für Weser-Ems, Rainer Städing.
03.07.2010, 06:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Ute Winsemann

Landkreis Oldenburg. Mit der Hitze steigt regelmäßig auch die Waldbrandgefahr. Noch allerdings sei es in der Region nicht besorgniserregend, sagt der Pressesprecher der niedersächsischen Landesforsten für Weser-Ems, Rainer Städing. Schließlich sei es jetzt zwar hochsommerlich, zuvor aber doch recht lange eher kühl gewesen. Auf der Skala des Wetterdienstes tendiere die Lage allerdings immerhin schon 'sehr stark' in Richtung auf die zweithöchste von fünf Stufen. Das sei aber noch nicht mit dem östlichen Niedersachsen zu vergleichen, wo generell höhere Temperaturen und geringere Luftfeuchtigkeit herrschten, und schon gar nicht mit der Heide, wo die Feuerwehr eventuell in Kürze mit Überwachungsflügen beginnen solle.

Neben dem Wetter komme es auch auf die Art der Wälder an, erläutert Städing. Generell sei das Risiko in Nadelwäldern, vor allem in lichten Kiefernwäldern, höher als in den hier überwiegend vorhandenen Misch- oder Laubwäldern. Auf das Drumherum ist ebenfalls zu achten. So könne von trockenen Rändern leicht ein Feuer in den Wald hineinlaufen.

Damit mittendrin keine Flammen hochzüngeln, darf generell im Wald von Anfang März bis Ende Oktober kein offenes Feuer entfacht und auch nicht geraucht werden, 'egal, wie nass der Sommer ist', verweist Städing auf die Gesetzeslage - die natürlich derzeit besonders beachtet werden sollte. Außerdem ist davon abzuraten, Autos mit Katalysator auf trockenen Grasflächen abzustellen, denn die Katalysatoren werden beim Fahren besonders heiß.

Mindestens ebenso wichtig für den Fall der Fälle findet Städing, beim Parken keine Rettungswege zu versperren. Eine geschlossene Schranke könne ein Feuerwehrwagen notfalls mit Gewalt durchbrechen, doch wenn ein ganzes Auto im Weg stehe, werde es schwierig. Die staatlichen Forsten böten genug reguläre Parkplätze für Spaziergänger, die unter dem Dach der Bäume Abkühlung und Erholung suchen. Wer im Wald unterwegs ist, sollte im Übrigen immer die Augen offenhalten und etwaige Verdachtsfälle umgehend melden. Entscheidend dabei sei, den Standort möglichst genau benennen zu können. Die Meldung 'Ich stehe hier im Wald und es brennt' findet Städing 'wenig hilfreich'. Nützlich sei es, den Namen eines Parkplatzes oder einer nahen Straße zu kennen.

Wenn es tatsächlich einmal brennen sollte, kann sich die Feuerwehr nach speziellen Waldbrandeinsatzkarten richten, die die Logistik erleichtern sollen. Wasser finden die Einsatzkräfte unter anderem in Feuerlöschteichen, die nach den Erfahrungen mit einigen großen Waldbränden in den 1970er Jahren in besonders gefährdeten Gebieten angelegt worden sind.

Das Wasser kommt allerdings nur im Brandfall zum Einsatz. Für eine gezielte Bewässerung sind die Wälder schlicht zu groß. Selbst Zigtausende im Frühjahr neu gesetzte Bäumchen müssen ohne zusätzliches Nass auskommen. 'Wir hoffen, dass sie im Mai und Juni gut Fuß gefasst haben', sagt Städing, aber 'Ausfälle sind nicht auszuschließen' - sie würden gegebenenfalls im Herbst ersetzt.

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