Prozess an Landgericht verwiesen Molotow-Cocktail gegen Nachbarn

Wildeshausen·Großenkneten-Hengstlage (ute). Ein auf ziemlich rabiate Weise ausgetragener Nachbarschaftsstreit ist am gestrigen Montag vor dem Amtsgericht Wildeshausen gelandet, von dort allerdings gleich an das Landgericht Oldenburg weiterverwiesen worden. Hintergrund war nach Angaben der Richterin, dass einem der beiden Angeklagten – ein Mann und eine Frau – möglicherweise eine Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik drohen könnte.
07.07.2015, 00:00
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Von Ute Winsemann

Ein auf ziemlich rabiate Weise ausgetragener Nachbarschaftsstreit ist am gestrigen Montag vor dem Amtsgericht Wildeshausen gelandet, von dort allerdings gleich an das Landgericht Oldenburg weiterverwiesen worden. Hintergrund war nach Angaben der Richterin, dass einem der beiden Angeklagten – ein Mann und eine Frau – möglicherweise eine Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik drohen könnte. In derartigen Fällen sei automatisch das Landgericht zuständig.

Die Anklage lautet auf versuchte schwere Brandstiftung. Bei dem Vorfall Anfang Juni vorigen Jahres soll ein Molotow-Cocktail in Richtung eines Hauses geworfen worden sein. Er landete etwa drei Meter neben der Eingangstür und so dicht am Gebäude, dass Spritzer auch die Wand trafen. Der angerichtete Schaden hielt sich allerdings in Grenzen, lediglich ein Blumenkübel aus Kunststoff ging in Flammen auf.

Zu dem gestrigen Gerichtstermin waren die beiden Angeklagten nicht erschienen. Die Richterin bedauerte das, da sie sich selbst gern noch wenigstens kurz ein Bild gemacht hätte. Die Hinweise, dass eine Unterbringung in der Psychiatrie nötig sein könnte, habe sie den Voreinträgen im Strafregister entnommen.

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