Projekt der Jugendhilfe richtet sich an junge Frauen mit ihren Kindern / Neuer Spielplatz geschaffen „Müttergruppe“ setzt früh mit Hilfen an

Delmenhorst. Bereits seit über 20 Jahren gibt es jetzt das Projekt „Müttergruppe“ der Jugendhilfe, eingebettet in den Fachdienst Allgemeiner Sozialer Dienst. Ein freiwilliges Angebot der Stadt, das sich an Mütter mit Kindern vorwiegend im Vorschulalter aus sozial benachteiligten Familien richtet.
20.03.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Marco Julius

Bereits seit über 20 Jahren gibt es jetzt das Projekt „Müttergruppe“ der Jugendhilfe, eingebettet in den Fachdienst Allgemeiner Sozialer Dienst. Ein freiwilliges Angebot der Stadt, das sich an Mütter mit Kindern vorwiegend im Vorschulalter aus sozial benachteiligten Familien richtet. Für Gerd Galwas, stellvertretender Fachbereichsleiter Jugend, Familie, Senioren und Soziales, ist klar: „Bei der ,Müttergruppe’ handelt es sich um ein niedrigschwelliges Erfolgsprojekt. Was wir hier an Problemen auffangen und regeln können, würde sonst später in der Jugend- und Familienhilfe landen und dann um einiges schwerer zu beheben sein – und teurer.“

Barbara Anton-Kahlen, die gemeinsam mit Edtih Stemmler-Schaich die Gruppe leitet, umreißt das Angebot wie folgt: „Die ,Müttergruppe’ gibt Anregungen und Hilfen bei Fragestellungen aus den Bereichen Erziehung, Pflege von Kleinkindern, gesunde Ernährung, finanzielle Unterstützung und fördert außerdem den Erfahrungsaustausch unter Müttern. Zudem helfen wir, wenn es etwa darum geht, dass eine Mutter den Schulabschluss nachholen oder den Weg in den Beruf finden will.“ Während der Beratung und des Austausches werden die Kinder von pädagogischen Fachkräften betreut.

Galwas betont, dass in der ,Müttergruppe’ die Frauen in den Fokus rücken. „Es geht auch darum, für sie Zukunftsperspektiven zu entwickeln, immer mit Blick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“ Derzeit gehören zehn junge Mütter zum festen Stamm der Gruppe, da viele von ihnen zwei, drei oder mehr Kinder haben, geht es an der Luisenstraße 34, einer Außenstelle des Fachdienstes im ehemaligen VHS-Gebäude, immer bunt zu. Seit zwei Jahren trifft sich die Gruppe dort, nachdem der Treffpunkt auf der Nordwolle aufgegeben werden musste. „Da hatten wir einen wunderschönen Außenbereich, in dem die Kinder spielen und toben konnten“, sagt Galvas. Am neuen Standort hatten die Kinder zuletzt keine Gelegenheit, draußen zu spielen. Das hat sich jetzt geändert. Dank einer Spende der Landessparkasse zu Oldenburg (3000 Euro) und des Logistikbataillons 161 aus Adelheide (1000 Euro) und mit tatkräftiger Hilfe zweier Auszubildenden des Bauhofes ist aus einem unansehnlichen Schotterparkplatz ein rund 80 Quadratmeter großer bunter Hinterhof-Spielplatz geworden, den die Kinder sehr gut annehmen. Spielgeräte, ein großer Sandkasten, eine Maltafel und vieles mehr finden sich dort.

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