Oldenburgisches Schlossorchester und Gäste treten in wechselnden Formationen auf dem Hof Schweers auf Musikalische „Sommerpromenade“

Dötlingen-Ostrittrum. Einen Nachmittag und Abend mit entspanntem Musikgenuss verspricht eine „Sommerpromenade“ am Sonntag, 12. Juli, ab 16 Uhr auf dem Hof Schweers in Ostrittrum.
07.07.2015, 00:00
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Von Ute Winsemann

Einen Nachmittag und Abend mit entspanntem Musikgenuss verspricht eine „Sommerpromenade“ am Sonntag, 12. Juli, ab 16 Uhr auf dem Hof Schweers in Ostrittrum. Eingeladen ist das Oldenburgische Schlossorchester mit weiteren Gästen. Die Musiker treten bereits zum vierten Mal in Ostrittrum auf. Allerdings ist die Form der Veranstaltung sowohl für sie als auch für die gastgebende Familie Grashorn ein Novum: Erstmals spielen neben dem Orchester auch kleinere Formationen. „Das ist ein bisschen kurzweiliger“, hofft der musikalische Leiter Norbert Ternes. Bis auf den Solisten des Abends sowie einen Pianisten und zwei Mitglieder des Bläserquintetts „Windspiel“ rekrutieren sich alle Ensembles aus dem Orchester.

Mit den unterschiedlichen Gruppen lässt sich außerdem der Promenaden-Charakter erreichen. Denn die Musiker sind jeweils an verschiedenen Ecken zu hören. „Wir hatten diese Idee, weil der Hof es ganz einfach hergibt“, sagte Monika Grashorn, „hier sind so viele schöne Plätze“. Dabei ist auch je nach Wetterlage teilweise flexibel, ob unter freiem Himmel musiziert oder doch ein Dach vorgezogen wird.

Dem Publikum nötigt diese Form allerdings auch eine Entscheidung ab. Denn zu Beginn überlappen sich zwei Darbietungen. Das sei dem Umstand geschuldet, dass im Kaffeehaus nicht allzu viel Platz sei, man aber allen Besuchern Unterhaltung bieten wolle, erläuterte Ternes. Passend zum Ort spielt er mit dem „Ensemble Salonisti“ ab 16 Uhr Kaffeehausmusik für Klaviertrio, also Piano, Violine und Cello. Auf dem Programm stehen etwa ein Ungarischer Tanz von Johannes Brahms und ein „Salut d’amour“ von Edward Elgar.

Nur eine Viertelstunde später, wenn die „Salonisti“ also noch munter zugange sind, beginnt dann bereits das Bläserquintett „Windspiel“, entweder in der Scheune oder unter der großen Linde davor. Es führt unter anderem „Beethoven’s fifth Bossa Nova“ auf, der allerdings nicht vom großen Meister selbst, sondern von dem mehr als eineinhalb Jahrhunderte später geborenen englischen Komponisten Terence Greaves stammt. Auch George Gershwins „I got rhythm“ erklingt im Arrangement für Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott und Horn.

Auf der Bauernhausdiele geht es um 17 Uhr weiter mit Kammermusik für ein Septett aus Violine, Viola, Cello, Kontrabass, Klarinette, Fagott und Horn. In diesem Fall gibt es Beethoven im Original: Die Musiker spielen zwei Sätze aus dem einzigen Werk, das er für diese Besetzung geschrieben hat, dem Septett Es-Dur op. 91.

Nach einer kleinen Verschnaufpause folgt schließlich in der Scheune das große Finale mit dem gesamten Orchester sowie Valentino Worlitzsch (Cello). Diese letzte Station der Promenade ist auch die längste. Sie fängt mit der Ouvertüre zu „Il signor Bruschino“ von Gioacchino Rossini an, bevor der Solist bei Variationen für Violoncello und Orchester über ein Thema des Rokkoko op. 33 von Peter Tschaikowski einsteigt. Über Stücke von Antonin Dvorak und noch einmal Tschaikowski geht es dann zu Johann Strauß’ bekanntem Walzer „An der schönen blauen Donau“ und zum Abschluss sozusagen zurück zum Anfang, nämlich einem weiteren Ungarischen Tanz von Brahms.

Während des gesamten Programms kümmert sich das Team des Hofs Schweers um die kulinarische Seite. Damit die Musik nicht durch unrhythmisches Magenknurren gestört wird, gibt es neben Getränken auch Kleinigkeiten zu essen – Kuchen sowieso, aber auch Pikantes.

Karten für 19 Euro sind auf dem Hof Schweers unter Telefon 0 44 87 / 7 50 91 73 oder per E-Mail an info@hof-schweers.de zu haben, außerdem in der Delmenhorster WESER-KURIER-Geschäftsstelle und bei anderen Vorverkaufsstellen von Nordwest-Ticke

t. Auch die Tageskasse ist besetzt. Der Hof, das Kaffeehaus sowie der Kaffeegarten sind bereits ab 14 Uhr geöffnet.

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