Gewerkschaft kritisiert Mayr-Melnhof und erwartet Schwerstarbeit NGG: 'Maßlose Forderungen'

Delmenhorst. Jetzt ist die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) am Zug. Weil - wie berichtet - das Unternehmen Mayr-Melnhof für seine 56 Beschäftigten im Delmenhorster Werk (ehemals Field Packaging) den Entgelt- und Manteltarifvertrag zum Jahresende aufgekündigt hat, wird die NGG die Forderungen der Arbeitnehmer formulieren. 'In Anbetracht der maßlosen Forderungen des Arbeitgebers sehen wir schwierige Verhandlungen auf uns zukommen', sagte Thorsten Zierdt von der Gewerkschaft gestern.
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NGG: 'Maßlose Forderungen'
Von Kai Purschke

Delmenhorst. Jetzt ist die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) am Zug. Weil - wie berichtet - das Unternehmen Mayr-Melnhof für seine 56 Beschäftigten im Delmenhorster Werk (ehemals Field Packaging) den Entgelt- und Manteltarifvertrag zum Jahresende aufgekündigt hat, wird die NGG die Forderungen der Arbeitnehmer formulieren. 'In Anbetracht der maßlosen Forderungen des Arbeitgebers sehen wir schwierige Verhandlungen auf uns zukommen', sagte Thorsten Zierdt von der Gewerkschaft gestern.

Forderungen von Mayr-Melnhof seien Entgeltkürzungen in einem Umfang von zehn Prozent und ein Abschluss der Verhandlungen bis zum Ende des Jahres. Laut Zierdt will Mayr-Melnhof weniger Schichtfreizeit, längere Arbeitszeit und eine Absenkung von Zuschlägen durchdrücken. Zudem wolle das Unternehmen alle Beschäftigten in die nächst niedrigere Lohntabelle umgruppieren und eine neue Lohntabelle 'mit weitaus geringeren Bezügen' für alle neu eingestellten Beschäftigte durchsetzen. Stephan Sweerts-Sporck, Sprecher von Mayr-Melnhof, sagte, dass er die Verhandlungen nicht kommentiere werde, weil sie 'am grünen Tisch geführt' würden.

Die Forderungen des Unternehmens bezeichnete Gewerkschafts-Mann Zierdt als 'absolut indiskutabel'. Zudem erteilte er dem Wunsch Mayr-Melnhofs nach einem Abschluss in der Friedenspflicht in sofern eine Absage, als dass 'es im Hauruck-Verfahren nicht vorangehen werde'. Nach dem Ablauf der dreimonatigen Friedenspflicht werde die NGG prüfen, ob sie zu Streiks aufruft.

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