Verbrauch auf Rekordniveau OOWV senkt Trinkwasserdruck

Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) senkt aufgrund des anhaltend hohen Wasserverbrauchs nun den Versorgungsdruck. Das Wasser kommt nun weniger kräftig aus dem Hahn.
27.07.2018, 16:52
Lesedauer: 1 Min
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OOWV senkt Trinkwasserdruck
Von Esther Nöggerath

Delmenhorst/Landkreis Oldenburg. Aufgrund des anhaltend hohen Wasserverbrauchs hat der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) nun die Reißleine gezogen und lässt ab sofort den Versorgungsdruck senken, um die Trinkwasserversorgung auch in den kommenden Tagen zu sichern. Wie der OOWV mitteilt, werden die Bürger das daran bemerken, dass das Wasser nicht mehr so kräftig wie gewohnt aus den Hähnen sprudelt. In den Regionen, in denen es bereits Druckschwankungen gab, werden diese sich möglicherweise noch verstärken.

„Dieser Schritt ist nun notwendig, um Zwangsmaßnahmen wie das Anordnen von Nutzungseinschränkungen zu vermeiden“, sagte Axel Frerichs, Bereichsleiter für den Betrieb der Wasserwerke, Netze und Anlagen. Er betonte: „Auch der abgesenkte Versorgungsdruck reicht, um eine Trinkwasserversorgung für die Menschen sicherzustellen.“ Im ländlich geprägten Gebiet des OOWV ist außerdem die Bereitstellung von Trinkwasser für viele Millionen Nutztiere erforderlich.

Der derzeitige Wasserverbrauch liegt beim OOWV auf Rekordniveau. Am Donnerstag kam es mit 332 222 Kubikmetern Trinkwasser zu einem neuen Höchstwert in der 70-jährigen Verbandsgeschichte, heißt es. Das sind rund 110 000 Kubikmeter mehr als sonst an einem Tag. „Der tägliche Wasserverbrauch und die Menge, die wir in den Wasserwerken aufbereiten können, passt nicht mehr zusammen“, erläuterte Frerichs. Die Reserven in den Speichern der Wasserwerke werden immer kleiner. „Mit der Druckabsenkung versuchen wir, diese Entwicklung zu stoppen." Sobald sich die Lage entspannt, werde der OOWV diese Maßnahme zurücknehmen. Sie könne gegenwärtig aber auch noch verschärft werden, falls die tägliche Abgabemenge nicht spürbar sinke. Frerichs appellierte erneut, in dieser Situation sparsam mit dem Trinkwasser umzugehen.

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