Wildeshauserin wird am Telefon überrumpelt / Tipps für den richtigen Umgang Polizei warnt vor „Schockanrufen“

Delmenhorst·Wildeshausen (fr). Opfer eines sogenannten Schockanrufes ist am vergangenen Sonnabend, 27. April, eine 52-jährige Frau aus der Kreisstadt Wildeshausen geworden. In einem Anruf, der mutmaßlich von einem Telefonanschluss aus dem Ausland erfolgte, teilte ihr eine männliche Person mit, dass ein Familienangehöriger in einen Unfall verwickelt sei und zur Abwendung einer Strafverfolgung ein höherer Geldbetrag übergeben werden müsste. Außerdem wurde die Wildeshauserin aufgefordert, auf keinen Fall die Polizei einzuschalten. Die geschockte Frau willigte ein, eine geringere Summe als Anzahlung zu leisten. Dieser Geldbetrag wurde kurz darauf von einem Mann abgeholt, schilderte die Polizei.
04.05.2013, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Delmenhorst·Wildeshausen (fr). Opfer eines sogenannten Schockanrufes ist am vergangenen Sonnabend, 27. April, eine 52-jährige Frau aus der Kreisstadt Wildeshausen geworden. In einem Anruf, der mutmaßlich von einem Telefonanschluss aus dem Ausland erfolgte, teilte ihr eine männliche Person mit, dass ein Familienangehöriger in einen Unfall verwickelt sei und zur Abwendung einer Strafverfolgung ein höherer Geldbetrag übergeben werden müsste. Außerdem wurde die Wildeshauserin aufgefordert, auf keinen Fall die Polizei einzuschalten. Die geschockte Frau willigte ein, eine geringere Summe als Anzahlung zu leisten. Dieser Geldbetrag wurde kurz darauf von einem Mann abgeholt, schilderte die Polizei.

Nach der Übergabe flüchtete der etwa 30 bis 40 Jahre alte, dunkelhaarige Mann, der unter anderem mit einer schwarzen Lederjacke bekleidet und Brillenträger war, über die Straße "Zur Kuhtrade" Richtung Lohmühlenweg. In diesem Bereich ist auch ein roter Kleinwagen gesehen worden, der laut Polizei mit dieser Tat womöglich im Zusammenhang stehen könnte.

Zeugen, die am frühen Sonnabendabend in der Zeit zwischen 18.15 und 19.45 Uhr verdächtige Beobachtungen im Bereich der Straße "Zur Kuhtrade" gemacht haben oder nähere Angaben zu dem roten Kleinwagen machen können, werden gebeten, sich schnell mit der Polizei Wildeshausen unter der Telefonnummer 04431/ 941115 in Verbindung zu setzen.

Gleichzeitig warnt die Polizei eindringlich: Sie mahnt zur Vorsicht bei unbekannten, häufig mit russischem Akzent sprechenden Telefonanrufern. Die Betrüger geben sich als Anwälte oder Polizisten aus. Sie täuschen vor, dass ein Familienmitglied in einer Notlage sei und dringend Geld benötige. Oft werden dann in diesem Zusammenhang auch Drohungen ausgesprochen, wenn das Geld nicht sofort bezahlt wird. Außerdem wird ein Bote eingesetzt, der das geforderte Geld in Empfang nehmen soll.

Die Polizei rät: "Wenn Sie einen solchen Anruf erhalten, bewahren Sie Ruhe und gehen Sie nicht auf die Forderungen ein. Notieren Sie sich gegebenenfalls die Nummer, von der angerufen wird oder die vom Anrufer genannte Nummer. Rufen Sie auf keinen Fall zurück. Prägen Sie sich, wenn möglich, Besonderheiten ein, sprechen Sie mit Ihren Familienangehörigen und wenden Sie sich unverzüglich an Ihre nächste Polizeidienststelle."

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