Klaus Handke berichtet im Kulturhaus Müller über die Pandabären-Provinz Sichuan

Reise in den chinesischen „Schwarzwald“

Ganderkesee. „Sichuan ist vor allem für Pandabären, für ihren Pfeffer und die für europäische Mägen gewöhnungsbedürftige Küche bekannt“, erklärt der reisebegeisterte Landschaftsökologe Klaus Handke. Im Sommer haben er und seine Frau Pia eine dreiwöchige Reise durch die abgelegene, südwestchinesische Provinz an der Grenze zu Tibet unternommen, von der sie am Mittwoch, 19.
07.04.2017, 00:00
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Reise in den chinesischen „Schwarzwald“
Von Jochen Brünner
Reise in den chinesischen „Schwarzwald“

In seinem Reisevortrag am Mittwoch, 19. April, im Haus Müller berichtet Klaus Handke über seine Erlebnisse in der südchinesischen Provinz Sichuan. Die Region ist vor allem für ihre Pandabären berühmt.

Pia Handke

Ganderkesee. „Sichuan ist vor allem für Pandabären, für ihren Pfeffer und die für europäische Mägen gewöhnungsbedürftige Küche bekannt“, erklärt der reisebegeisterte Landschaftsökologe Klaus Handke. Im Sommer haben er und seine Frau Pia eine dreiwöchige Reise durch die abgelegene, südwestchinesische Provinz an der Grenze zu Tibet unternommen, von der sie am Mittwoch, 19. April, um 19.30 Uhr in einem Reisevortrag im Kulturhaus Müller berichten werden.

„So eine Reise kann man ohne einen Führer, der sich vor Ort auskennt, eigentlich gar nicht machen. In drei Wochen haben wir vielleicht fünf ‚Langnasen‘ gesehen“, sagt Handke, der von einem Deutschen begleitet wurde, der seit 20 Jahren in der Region lebt. Bei den Chinesen sei die Region, die er mitunter auch als „chinesischen Schwarzwald“ beschreibt, dagegen als Reiseziel sehr beliebt: Dies gelte insbesondere für den Nationalpark Jiuzhaigou, der für das klare Wasser seiner „blauen Lagune“ berühmt sei. „Da kommen in der Hochsaison täglich mehr als 60 000 Besucher, also weit mehr als etwa zum Grand Canyon.“ 780 Omnibusse ständen bereit, um die Menschenmassen zu den Sehenswürdigkeiten zu karren. Auf der anderen Seite gebe es aber auch ein Hotel mit einer Kapazität von 350 Betten, in denen sie die einzigen Gäste gewesen seien. Überhaupt sei eine gewaltige Bautätigkeit auffällig gewesen.

Handkes Interesse galt aber überwiegend der Natur, im Speziellen der Vogelwelt, etwa dem äußerst seltenen Schwarzhalskranich oder besonderen Fasanenarten: „Da geht einem Ornithologen über Wochen das Herz auf.“ Reizvoll seien vor allem auch die kleinen Dörfer im tibetanischen Baustil gewesen, die teilweise aufwendig restauriert werden würden. Landschaftlich ist Sichuan ohnehin voller Gegensätze: Während den westlichen Teil eine nur gering besiedelte Hochgebirgslandschaft mit weiten Steppen und Gipfeln bis zu 7500 Meter Höhe prägen, gibt es im Osten eine Tiefebene, in der es zwar tropisch heiß, aber nur selten sonnig ist. Hier leben auch die meisten der knapp 90 Millionen Menschen, allein 30 Millionen Einwohner im Einzugsgebiet der Hauptstadt Chengdu. 20 Prozent der Fläche Sichuans seien bewaldet, was ebenfalls untypisch für das restliche China sei. Auch einige wichtige buddhistische Kultstätten finden sich in der Provinz.

Der Eintritt zu dem Vortrag kostet 7,50 Euro. Anmeldungen erbittet die Regio-VHS unter der Rufnummer 0 42 22 / 4 44 44.

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