Rotary-Club spendet 750 Euro Instrumente sind gut einsetzbar

Der Rotary Club Delmenhorst übergab einen Spendenscheck in Höhe von 750 Euro an die Ambulante Austismusspezifische Förderung (AAF) der Lebenshilfe in Delmenhorst und im Landkreis Oldenburg.
19.10.2021, 17:05
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Instrumente sind gut einsetzbar
Von Gerwin Möller

"Ihre Tätigkeit bleibt meistens im Verborgenen, nach einer Beschäftigung mit dem Wirken der Ambulanten Autismusspezifischen Förderung (AAF) der Lebenshilfe waren wir sehr beeindruckt und möchten Ihre Arbeit mit einer guten Tat unterstützen", sagte Norbert Boese bei einem Besuch der Therapieeinrichtung am Hasporter Damm. Der Rotary-Club Delmenhorst unterhält eine Kooperation mit einem Serviceclub im französischen Le Mans. Für einen fachlichen Austausch mit dem Partnerclub benötigten Boese und sein rotarischer Mitstreiter Hermann Mödden Informationen über die Arbeit mit Menschen, denen die Diagnose Autismus gestellt wurde. Danach wären sie sicher gewesen, die Arbeit in Delmenhorst mit einer Spende zu unterstützen. Für rund 750 Euro konnten Musikinstrumente beschafft werden, die kürzlich öffentlichkeitswirksam überreicht wurden. "Man muss über eine gute Tat auch offen sprechen dürfen", so Boese. "Ihre wichtige Arbeit verdient unsere Unterstützung", unterstrich Mödden. Die Leiterin der AAF, Marion Janys, bedankte sich für die Unterstützung und führte Boese und Mödden durch die Beratungs- und Therapieeinrichtung am Hasporter Damm.

Dort würde man derzeit 42 Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene begleiten. Therapieangebote würden mit heilpädagogischen Materialien unterstützt werden. Percussion-Instrumente seien dabei ganz wichtig. Menschen mit Autismus erreiche man auch mit kommunikativen Trainings, Musik sei dabei ein wichtiges Mittel. Das Spektrum an Autismus-Störungen reiche von frühkindlichem Autismus bis zum Asperger Syndrom und atypischem Autismus. "Die Unterscheidung fällt in der Praxis jedoch immer schwerer, da zunehmend leichtere Formen der Störungsbilder diagnostiziert werden", sagte Janys.

Die meisten Besucher der Einrichtung benötigten Hilfe bei kognitiven Einschränkungen. "Wir begleiten die jungen Menschen und beziehen auch deren Eltern ein", sagte Janys.  Es gebe eine Gruppe Jugendlicher im Alter von 15 bis 17 und eine Gruppe für Kinder im Alter von zehn und elf Jahren. Insgesamt sieben Kolleginnen unterschiedlicher Qualifikationen, von Heilpädagogen über Kunsttherapeuten bis zu Sozialpädagogen, seien für die Einrichtung der Lebenshilfe aktiv. "Unser Ziel ist es, die Menschen zu unterstützen, selbstständiger zu werden", sagte Janys. Das beinhalte wesentlich mehr, als eine bloße Betreuung zu organisieren. Das Angebot gliedere sich in individuellen Fördermaßnahmen und Arbeit in Kleingruppen.

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