Vollsperrung der Vielstedter Straße

Sanierungsarbeiten auf drei Straßen

Autofahrer, die in nächster Zeit nach Hude wollen, müssen Umwege in Kauf nehmen. Aktuell ist die Vielstedter Straße komplett gesperrt. Der Nordenholzer Damm und die Königsstraße sollen folgen.
06.10.2017, 17:51
Lesedauer: 3 Min
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Von Antje Rickmeier

Hude. Wer nach Hude fahren will, muss in den kommenden Wochen Umwege in Kauf nehmen. Denn gleich zwei Kreisstraßen stehen zur Sanierung an. Die Arbeiten auf der Vielstedter Straße zwischen Nordenholzer Straße und Bremer Weg haben bereits begonnen. Nach den Herbstferien sollen dann Abschnitte der Nordenholzer Straße erneuert werden. Außerdem wird die nagelneue Fahrbahn der Königstraße im Ortskern abgefräst und mit einer neuen Deckschicht versehen. Nach einer umfangreichen Sanierung im Frühjahr zeigte die Asphaltdecke Wellen (wir berichteten).

Damit nicht zwei wichtige Straßen zur selben Zeit gesperrt sind, sollen die Arbeiten auf der Nordenholzer Straße voraussichtlich erst beginnen, wenn die Vielstedter Straße wieder halbseitig befahrbar ist. „Wir haben alles nacheinander getaktet“, sagte Ann-Christin Gajda von der Kreisstraßenverwaltung des Landkreises Oldenburg. Ob der Zeitplan eingehalten werden kann, hängt ihren Angaben nach aber auch vom Wetter ab. „Wir müssen flexibel sein“, sagte die Mitarbeiterin des Landkreises.

Die Vielstedter Straße in Richtung Hude ist zurzeit komplett für den Verkehr gesperrt. Dort werden Fahrbahn und Radweg saniert. Schäden wie Versackungen, Spurrinnen und Schlaglöcher würden behoben, so Gajda. Der erste Bauabschnitt der Kreisstraße 226 in Richtung Steinkimmen wurde bereits im Sommer saniert. Ursprünglich sollte in einem Zug auch die zweite Teilstrecke erneuert werden. Beim Abfräsen der alten Deckschicht sei dann aber festgestellt worden, dass die darunterliegende Tragschicht unerwartet starke Schäden aufgewiesen habe, so Ann-Christin Gajda. Der Landkreis habe deshalb kurzfristig entschieden, die Tragschicht ebenfalls fachgerecht sanieren zu lassen, um eine möglichst stabile und lange haltende Fahrbahn zu erhalten. „Deshalb war es nicht mehr möglich, den zweiten Bauabschnitt ebenfalls in den Sommerferien zu erledigen.“

Nach Angaben der Mitarbeiterin wird die Straße voraussichtlich bis zum 15. Oktober voll gesperrt. Der Verkehr wird in dieser Zeit über die Bremer Straße und die Hurreler Straße in Richtung Parkstraße umgeleitet. Anliegerverkehr sei während der Vollsperrung nur eingeschränkt möglich. Vom 16. Oktober an steht dann die Sanierung des Radwegs entlang der Vielstedter Straße an. Dafür sind halbseitige Sperrungen der Fahrbahn mit einer Ampelanlage geplant. Die Arbeiten sollen voraussichtlich am 23. Oktober abgeschlossen sein. „Witterungsbedingte Verzögerungen sind möglich“, so Ann-Christin Gajda. Die Gesamtkosten würden aktuell auf 1,1 Millionen Euro geschätzt.

Trockenes Wetter ist auch für die Erneuerung der Fahrbahndecke der Königstraße nötig. Die Straße und die Entwässerungsrinne wurden im Frühjahr zwar komplett erneuert, doch die Fahrbahn habe Mängel aufgewiesen, teilte der Landkreis mit. Dass die nagelneue Straße nach Abschluss der Arbeiten Wellen zeigte, sorgte auch in den politischen Gremien der Gemeinde Hude für Diskussionsstoff. In den nächsten Tagen soll die Oberfläche deshalb zwischen Parkstraße und Birkhuhnweg abgefräst und durch eine neue Deckschicht ersetzt werden. Zusätzlich würden im weiteren Verlauf der Königstraße weitere höhenmäßige Anpassungen vorgenommen. Die Arbeiten übernimmt die Baufirma aus Hude, die die Sanierung ausgeführt hatte, nach Angaben von Ann-Christin Gajda im Rahmen der Gewährleistung. „Die Firma hat sich ohne Murren dazu bereit erklärt.“ Die Aktion soll nur wenige Tage dauern. Wann genau begonnen werden kann, steht aber noch nicht fest. „Wir brauchen dafür trockenes Wetter und Temperaturen um zehn Grad.“ Der Verkehr soll während der Vollsperrung über die Wilhelmstraße und die Friedrichstraße umgeleitet werden. Die Kosten würden vom Landkreis und der Gemeinde Hude getragen.

Für die Sanierungsarbeiten auf der Nordenholzer Straße, mit denen nach den Herbstferien begonnen werden soll, setzt die Kreisverwaltung eine Bauzeit von rund einem Monat an. Wegen Flickstellen und Reparaturbelägen sowie Schlaglöchern, Aufwölbungen und Randversackungen werden verschiedene Abschnitte der Kreisstraße 224 erneuert. Kosten: rund 130 000 Euro.

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