Huntemann in vorläufiger Insolvenz Schiffseinrichter zahlungsunfähig

Harpstedt. Der Schiffs- und Hoteleinrichter Huntemann ist zahlungsunfähig. Das Amtsgericht Delmenhorst hat am Donnerstag den Bremer Rechtsanwalt Malte Köster zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Wie der auf Nachfrage sagte, wurde der Betrieb bereits Ende September eingestellt.
13.10.2012, 05:00
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Von Ute Winsemann

Harpstedt. Der Schiffs- und Hoteleinrichter Huntemann ist zahlungsunfähig. Das Amtsgericht Delmenhorst hat am Donnerstag den Bremer Rechtsanwalt Malte Köster zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Wie der auf Nachfrage sagte, wurde der Betrieb bereits Ende September eingestellt.

Nach Darstellung des Geschäftsführers seien die Schwierigkeiten des 1858 gegründeten Familienunternehmens eine Folge der P+S-Pleite. Die Werften in Stralsund und Wolgast hatten Ende August Insolvenz angemeldet. Für Huntemann waren sie offenbar ein wichtiger Auftraggeber. Genaueres könne er noch nicht sagen, erklärte Köster gestern, "ich bin noch dabei, mir ein eigenes Bild zu machen". Deswegen könne er auch noch keine Aussage zum weiteren Verlauf des Verfahrens machen.

Dass der Betrieb bereits stillgelegt sei, sei in einer derartigen Lage "nicht ungewöhnlich" und eine "freie unternehmerische Entscheidung". Es heiße nicht zwangsläufig, dass er nicht noch "wiederbelebt" werden könne. Bislang geht Köster allerdings eher davon aus, dass das nicht mehr möglich sei – anders wäre es ihm zwar lieber, aber "ich kann nicht zaubern".

Die Beschäftigten erhalten für maximal drei Monate Insolvenzgeld von der Bundesagentur für Arbeit. Das Unternehmen mit Sitz am Amtmannsweg hatte Einrichtungen für Schiffe und Hotels geplant, gefertigt und montiert.

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