Am Sonntag ziehen die Sternsinger wieder durch die Ortsteile Schierbrok, Stenum, Rethorn und Elmeloh

Segen für ein ganzes Jahr

Mit dem Tag der Heiligen Drei Könige endet am 6. Januar offiziell die Weihnachtszeit. Auch in diesem Jahr werden in Stenum, Schierbrok, Elmeloh und Rethorn wieder als Caspar, Melchior und Balthasar verkleidete Kinder als Sternsinger unterwegs sein, um den Menschen den traditionellen Segen "Christus Mansionem Benedictat" zu bringen und um Spenden für Hilfsprojekte in Tansania zu bitten.
02.01.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Jochen Brünner
Segen für ein ganzes Jahr

Wie hier im Ganderkeseer Rathaus sind am Sonntag wieder die Sternsinger unterwegs. Elf Gruppen der katholischen Gemeinde St. Michael in Stenum bringen den traditionellen Segen "Christus Mansionem Benedictat" und das dazugehörige Kreidezeichen zu den Familien.

Ingo Möllers

Mit dem Tag der Heiligen Drei Könige endet am 6. Januar offiziell die Weihnachtszeit. Auch in diesem Jahr werden in Stenum, Schierbrok, Elmeloh und Rethorn wieder als Caspar, Melchior und Balthasar verkleidete Kinder als Sternsinger unterwegs sein, um den Menschen den traditionellen Segen "Christus Mansionem Benedictat" zu bringen und um Spenden für Hilfsprojekte in Tansania zu bitten.

Ganderkesee-Stenum. Die Sternsinger der Gemeinde St. Michael Stenum sind wieder in Aktion. Am kommenden Sonntag, 6. Januar, besuchen sie die Familien in den Ortsteilen Stenum, Schierbrok, Elmeloh und Rethorn. Nach dem Aussendungsgottesdienst um 9 Uhr in St. Michael kommen die Sternsinger in der Zeit von 10 bis 13 Uhr in die Häuser. Mit dem Kreidezeichen "20*C+M+B+13" bringen sie als die Heiligen Drei Könige den Segen "Christus Mansionem Benedicat – Christus segne dieses Haus" zu den Menschen und sammeln für notleidende Kinder in aller Welt.

"Jährlich können mit den Mitteln aus der Aktion rund 3000 Projekte in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt und verwirklicht werden", erklärt Elisabeth Kühling, die die Sternsinger-Einsätze in Stenum koordiniert. Das Dreikönigssingen sei weltweit die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder.

In diesem Jahr sollen mit den Erlösen der Aktion Projekte in Tansania unterstützt werden. "Tansania, das Beispielland der Aktion Dreikönigssingen 2013, ist zwar politisch stabil und leidet nicht akut unter Naturkatastrophen. Dennoch stirbt jedes zehnte Kind vor seinem fünften Lebensjahr", schildert Kühling die dortige Situation. Hauptursache für die Säuglings- und Kindersterblichkeit sei die Armut der meisten Menschen in Verbindung mit einem unzureichenden Gesundheitssystem. Es gebe nicht nur zu wenige Krankenhäuser und Gesundheitsstationen, auch die Ausstattung mit Medikamenten und medizinischem Gerät sei ungenügend. Außerdem fehle qualifiziertes medizinisches Personal. So habe es im Jahr 2008 in ganz Tansania lediglich 100 Kinderärzte gegeben – viel zu wenige angesichts einer Bevölkerung von 44 Millionen Menschen, von denen etwa jeder Zweite jünger ist als 15 Jahre.

Die Aktion Dreikönigssingen setzt sich für die Umsetzung des Kinderrechts auf Gesundheit ein – in Tansania und weltweit. Voraussetzung dafür ist eine basisorientierte, allen zugängliche Gesundheitsversorgung und eine umfassende Aufklärung der Bevölkerung in Fragen der Vorsorge, Hygiene und Vermeidung von Gesundheitsrisiken. "Und genau an diesem Punkt setzt die Hilfe der Sternsinger an", erklärt Kühling. Die Sternsinger förderten die Ausbildung von Kinderärzten und unterstützten Aufklärungsprogramme, die Kinder und Jugendliche für Themen der Gesundheitsvorsorge sensibilisieren. Kühling: "In Krankenhäusern, Gesundheitsstationen und ambulanten Diensten helfen unsere Projektpartner kranken Kindern, gesund zu werden."

Auch in diesem Jahr werden wieder elf Sternsinger-Gruppen aus der katholischen Gemeinde St. Michael den Segen in die Häuser bringen. Insgesamt 43 Mädchen und Jungen werden am Sonntag unterwegs sein. "Gerade in St. Michael ist es seit Jahren eine schöne Tradition, dass das Dreikönigssingen eine ökumenische Aktion ist", weist Kühling darauf hin, dass keineswegs nur katholische Haushalte in den Genuss des Segens kommen können. Nach dem Aussendungsgottesdienst besuche eine Sternsingergruppe um 10 Uhr gleich als erstes den Gottesdienst der evangelischen Kirchengemeinde im Timotheus Haus.

Wer gerne oder auf jeden Fall einen Besuch der Sternsinger wünscht, möge sich im Vorfeld bitte unbedingt bei Elisabeth Kühling, Telefon 04221/81886, oder bei Annette Dick, Telefon 04223/1462, melden. Des weiteren bitten die beiden Koordinatorinnen darum, die Kinder an den Haustüren herzlich aufzunehmen.

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