Polizeifahndung Falscher Wasserzählerableser unterwegs

Eine Seniorin aus der Düsternortstraße fiel auf einen Betrüger herein, der vorgab, den Wasserzählerstand ablesen zu wollen. Die Polizei fahndet nach dem etwa 1,85 Meter großen Mann.
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Falscher Wasserzählerableser unterwegs
Von Gerwin Möller

Ein Betrüger ist am Donnerstag durch einen Vorwand in die Wohnung einer Seniorin an der Düsternortstraße gelangt. Dort entwendete er Bargeld. Nach Polizeiangaben hatte der Täter, der wie ein Handwerker gekleidet war, gegen 12.40 Uhr an der Haustür zum Mehrfamilienhaus geklingelt. Er gab vor, Wasser ablesen zu wollen. In der Wohnung entwendete er daraufhin Bargeld der Seniorin, die den Diebstahl kurze Zeit später feststellte. Jetzt sucht die Polizei nach Zeugen, die Hinweise zu dem Mann geben können. Er wurde als circa 1,85 Meter groß, von kräftiger Statur und mit vermutlich blonden Haaren beschrieben. Er soll ein Basecap auf dem Kopf getragen haben sowie einen „Blaumann“. Er hatte eine blaue Mund-Nasen-Bedeckung angelegt und trug ein Klemmbrett unter dem Arm. Hinweise nimmt die Polizei Delmenhorst unter der Telefonnummer 0 42 21 / 1 55 90 entgegen.

In diesem Zusammenhang weist die Polizei auf die Masche „Trickdiebstahl in Wohnungen“ hin: Trickdiebe sind erfinderisch und schauspielerisch begabt. Sie täuschen oft eine Notlage vor oder geben sich beispielsweise als Handwerker oder Amtsperson aus, um in die Wohnung ihrer Opfer zu gelangen. Getäuscht und anschließend bestohlen werden häufig ältere Menschen. Bei Täterinnen kommt es zur Vortäuschung einer Schwangerschaft, oder es wird die Notwendigkeit einer Arzneimitteleinnahme vorgetäuscht und um ein Glas Wasser gebeten.

Als Papier- und Bleistift-Trick warnt die Polizei vor Tätern, die angeblich einen Nachbarn nicht angetroffen haben und für diesen nun eine Nachricht hinterlassen wollen. Dazu fragen sie nach Schreibzeug sowie Papier und drängen auf eine Schreibunterlage in der Wohnung oder sie bitten das Opfer, die Nachricht selbst zu verfassen.

Beim Blumen- oder Geschenkabgabe-Trick bitten die Täter darum, die Blumen für den angeblich nicht angetroffenen Nachbarn anzunehmen. Dabei drängen sie darauf, die Blumen zu versorgen oder das Geschenk selbst zu verwahren.

Weitere vorgetäuschte Notlagen verbinden sich mit der Bitte, wegen eines Wasserschadens im Haus oder in der Wohnung nach einem Leck suchen zu dürfen. Oder auf dem Balkon soll ein entflogener Vogel eingefangen werden. Wegen einer Autopanne oder eines Unfalls wird gebeten, das Telefon benutzen zu dürfen.

Im Gegensatz zu ausländischen täuschen deutsche Täter eher eine offizielle Funktion oder sonst eine Befugnis zum Betreten der Wohnung vor. Sie kommen beispielsweise angeblich als Handwerker von den Elektrizitäts-, Gas- oder Wasserwerken, von der Hausverwaltung, von der Kirche, von der Rentenversicherung oder Krankenkasse, von der Polizei, von der Post oder vom Sozialamt. Dabei kündigen sie ihren Besuch gelegentlich sogar vorher telefonisch an, um mögliche Bedenken schon im Voraus zu zerstreuen und ein Vertrauensverhältnis zum Opfer aufzubauen.

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